Deutsche Autofahrer stehen länger im Stau

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Wirtschaftswachstum führt zu mehr Staus deutschen Städten – aber die Infrastruktur fährt mangels Investitionen auf Verschleiß. Foto: Inrix/dpp-AutoReporter

Insgesamt 39 Stunden hat jeder deutsche Autofahrer im vergangenen Jahr durchschnittlich im Stau verbracht. Zu diesem Ergebnis kommt der Traffic Scorecard Report 2014 von Inrix, einem internationalen Anbieter von Verkehrs- und Reiseinformationen. Köln hat dabei Stuttgart als deutsche Stauhauptstadt abgelöst - zum hohen Anteil wegen der Brücken-Verschleißprobleme auf der A1 bei Leverkusen. Die staureichste Straße befand sich 2014 allerdings in München. Dort haben Autofahrer auf der B2R zwischen Lerchenauer Straße und Ifflandstraße 68 Stunden im Stau gestanden.

Europaweit belegt Deutschland den dritten Platz bei den Ländern mit den meisten Staus. Eine traurige Podiumsplatzierung, vor allem angesichts der Steuermilliarden, die Autofahrer über Kfz-, Mineralöl- und Mehrwertsteuer in die Bundeskassen spülen - die aber nicht zweckgebunden für die Verbesserung der wirtschaftlichen Lebensadern aus Straßen und Brücken ausgegeben werden. (dpp-AutoReporter/wpr)