IAA Frankfurt: Europa-Premiere des neuen Kia Optima

Picture

Die typische ‚Tigernase‘ im Kühlergrill ist geblieben. Die Karosserie wuchs in allen Dimensionen. Foto: Kia/dpp-AutoReporter

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt (19. bis 27. September 2015) stellt Kia Motors erstmals die europäische Version des neuen Kia Optima vor. Die international mit 300.000 in 2014 verkauften Exemplaren recht erfolgreiche Mittelklasselimousine präsentiert sich mit einem modernen Auftritt, edlerem Innendesign, großzügigem Raumangebot und sparsameren Motoren. Besonderen Wert haben die Koreaner auf gesteigerten Fahrkomfort und ein verbessertes Handling gelegt.

Beim Außendesign stand Ausgewogenheit im Fokus. Die Gestalter unter Peter Schreyer, Präsident und Chefdesigner der Kia Motors Corporation und der Hyundai Motor Group sollten den sportlichen Auftritt bewahren, zugleich aber einen Sprung nach vorn machen, um Kunden auf der Suche nach etwas Besonderem in diesem umkämpftem Marktsegment anzusprechen. Länge (4855 mm), Radstand (2805 mm) und Höhe (1465 mm) sind beim neuen Modell jeweils um 10 Millimeter gewachsen, in der Breite hat der Mittelklasse-Kia um 30 Millimeter auf 1860 mm zugelegt - zugunsten größerer Bein- und Kopffreiheit im Fond. Der Kofferraum wuchs um fünf auf 510 Liter.

Deutlich verbessert zeigt sich der sorgfältig verarbeitete Innenraum mit fahrerfokussierter Ausrichtung. Die zurückgenommene Armaturenbrettoptik - in einer oberen Anzeigezone und einer Bedienzone darunter - verstärkt trotz breitere Zentralkonsole mit 8-Zoll-Monitor den Raumeindruck. Deutlich erhöht wurde auch die Materialqualität, unter anderem durch mehr Soft-Touch-Oberflächen sowie Stoff- und Ledersitze in Naturtönen. Metall-Akzente sollen die Qualitätsorientierung unterstreichen und mehr schalldämmendes Material sorgt für ein ruhiges Ambiente.

Die neue Karosserie besteht zu 50 Prozent aus ultrahochfestem Stahl, zudem wurde der Einsatz von Strukturklebstoffen massiv ausgeweitet (plus 450 Prozent), deren extrem feste Klebenähte die Karosseriestabilität deutlich erhöhen. Insgesamt hat sich durch diese und andere Maßnahmen die Verwindungssteifigkeit der Karosserie gegenüber dem bisherigen Modell um 50 Prozent erhöht, während das Karosseriegewicht sogar leicht gesunken ist (um 8,6 kg). Die ultrahochfesten Stahllegierungen werden beim neuen Modell verwendet, um A- und B-Säulen, Seitenschweller, Dach, Boden, die vorderen Radhäuser und die hintere Spritzwand zu verstärken und damit die Strukturfestigkeit der Karosserie insgesamt deutlich zu steigern. Zusätzlich erhöht wurde die passive Sicherheit durch die Erweiterung des Airbagsystems. Es beinhaltet neben Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer sowie durchgehenden Vorhangairbags nun auch einen Knieairbag für den Fahrer.

Der neue Kia Optima verfügt über eine Reihe neuer Technologien, die in gefährlichen Situationen dabei helfen, eine Kollision zu vermeiden oder deren Auswirkungen zu mildern. Zur Standardausstattung zählt unter anderem die Gegenlenkunterstützung (Vehicle Stability Management, VSM). Sie sorgt für eine optimale Abstimmung von elektronischem Stabilitätsprogramm und elektronisch unterstützter Servolenkung und erhöht damit die Stabilität beim Bremsen in Kurven. Darüber hinaus sind für die Limousine zahlreiche Systeme erhältlich, die die aktive Sicherheit weiter erhöhen. Dazu zählen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Abstandassistent, Notbremsassistent mit Fernbereichsradar, kamerabasierter Spurhalteassistent, Fernlichtassistent , Verkehrszeichenerkennung, Totwinkel- und Querverkehrswarner. Ein Rundum-Kamerasystem gibt es gegen Aufpreis.

Der neue Kia Optima kommt mit aktuellsten On-Board-Technologien auf den Markt - vom Kartennavigations- und Infotainmentsystem, DAB-Radio, Multimedia-Informationsdienst, TomTom-Verkehrsinformationen in Echtzeit bis zum ein 590 Watt- Soundsystem von Harman Kardon mit zehn Lautsprechern und externer Endstufe.

Zur Markteinführung wird der neue Kia Optima in Europa mit einem überarbeiteten 1,7-Liter-Turbodiesel oder als 2,0-Liter-Benziner angeboten. Beide Motoren treiben die Vorderräder an und erfüllen die Abgasnorm Euro 6. Der 1.7 CRDi wurde in Leistung und Drehmoment gesteigert und leistet nun 104 kW/141 PS. Die CO2-Emission konnte um 14 Prozent auf 110 Gramm pro Kilometer gesenkt werden (bisher 128 g/km).

Der zweite Motor des neuen Kia Optima ist der 2,0-Liter-Benziner, der ebenfalls vom Vorgängermodell übernommen wurde. Das lebhafte und leicht ansprechende Triebwerk wurde für den Einsatz im neuen Modell auf die Abgasnorm Euro 6 umgestellt, arbeitet mit variabler Ventilsteuerung und variablem Ventilhub (CVVL) und mobilisiert eine Leistung von 120 kW/163 PS. Für 2016 ist die Einführung einer Plug-In-Hybrid-Variante geplant, und auch eine Hochleistungs-Version wird bereits entwickelt. (dpp-AutoReporter/wpr)