Richtiges Verhalten im Kreisverkehr

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Wer sich in einen Kreisverkehr einordnen möchte, muss die Vorfahrt der anderen Autofahrer beachten. Foto: dpp-AutoReporter

Der Kreisverkehr erlebte in den 1990er-Jahre einen regelrechten Boom. Seine Befürworter preisen seine bessere Wirtschaftlichkeit in puncto Umweltschutz und Verkehrsfluss. Und tatsächlich erspart er lästige Wartezeiten an lange auf rot geschalteten Ampeln und erleichtert das Fortkommen.

Auch wenn die Durchfahrt durch den Kreisverkehr für die meisten Autofahrer ein Kinderspiel, das sich von selbst erklärt, zu sein scheint, gibt es dennoch einige Grundregeln zu beachten. Zunächst gilt, dass es zwei Arten von Kreisverkehren gibt, bei denen auf jeweils unterschiedliche Regeln zu achten sind.

Bei dem häufiger anzutreffenden Kreisel steht vor der Einmündung über dem blauen Kreisverkehrsschild das Zeichen für „Vorfahrt gewähren", sodass die Teilnehmer, die einfahren möchten, das Vorfahrtsrecht der im Kreisel befindlichen Fahrzeuge beachten müssen. Bei der anderen Art fehlt das Vorfahrtsschild, sodass eigentlich rechts vor links gilt. Da dies jedoch eher unüblich und selten anzutreffen ist, sollte man sich aus Gründen der eigenen Sicherheit so verhalten, als ob das Schild „Vorfahrt gewähren" vorhanden wäre.

Das Blinken beim Einmünden ist verboten, da sonst der Eindruck entstehen könnte, dass der Einfahrende sofort wieder ausfahren will. Beim Verlassen des Kreisels muss der Blinker allerdings gesetzt werden um anderen Autofahrern anzuzeigen, dass sie gefahrlos einfahren können. Beim Ausfahren ist dann insbesondere auf querende Fußgänger und Radfahrer zu achten. Bei mehrspurigen Kreiseln sollte die rechte Spur verwendet werden, wenn man an der nächsten Ausfahrt abfahren möchte. Bei einem späteren Verlassen ist das Einordnen auf der linken Spur ratsam. Wer sich kurz vor der geplanten Ausfahrt noch auf der Innenspur befindet, sollte der Sicherheit zuliebe eine Extrarunde einlegen. (dpp-AutoReporter/sgr)