Verschlafener Schrankenwärter wird privater und Deutscher Bahn zugerechnet

Picture

Verschlafener Schrankenwärter wird privater und Deutscher Bahn zugerechnet. Foto: dpp-AutoReporter

Fällt das automatische Schrankensystem an einem Bahnübergang aus wird dort ein Schrankenwärter eingesetzt, der nach telefonischer Information, dass ein Zug kommt, das Warnlicht einschalten und die Schranken herunter lassen soll, so haften sowohl die Deutsche Bahn als Streckenbetreiber als auch eine - die Schienen nutzende - Privatbahn, wenn der Wärter seine Aufgabe (trotz eines Anrufs) nicht wahrnimmt und die Privatbahn mit einem Auto zusammenstößt, das die Schienen überqueren will. Den Schaden (hier in Höhe von 26.000 €) müssen sich die Privatbahn und die Deutsche Bahn als Betriebseinheit teilen. Die Betriebsgefahr des Autos sinkt in einem solchen Fall auf "0". (OLG Hamm, 6 U 145/14) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)