Vorsicht vor Pistenraupen im Rückwärtsgang

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Vorsicht vor Pistenraupen im Rückwärtsgang. Foto: Archiv/ dpp

Ein Skifahrer hatte seinen Hüttenaufenthalt beendet und wollte seine Talabfahrt durch eine zeitsparende - aber dafür steilere - Abkürzung beschleunigen. Hierbei wurde er von einer Pistenraupe überrascht, die sich im Rückwärtsgang befand und ihn überfuhr. Der Skisportler verlangte Schmerzensgeld und Schadenersatz vom Raupenfahrer, da dieser den Sicherheitsabstand für Skifahrer nicht eingehalten und den hinter ihm fahrenden Verkehr nicht überblickt habe. Das Oberlandesgericht München kam jedoch zu dem Schluss, dass den Skifahrer die Hauptschuld an dem Unfall treffe, da er gegen die FIS-Regel Nr. 2 verstoßen habe. So sei seine Geschwindigkeit im Hinblick auf seine Ausrüstung, seinen Alkoholgenuss und seinem Können nicht entsprechend an die Sicht und Streckenbedingungen angepasst gewesen, so dass er zu 75 Prozent für den Unfall verantwortlich sei. (OLG München, 10 U 5433/08) Wolfgang Büser/ dpp