"Geschlossene Fahrstrecke" rechtfertigt Ausschluss der Gefährdungshaftung

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"Geschlossene Fahrstrecke" rechtfertigt Ausschluss der Gefährdungshaftung. Foto: BMW/dpp-AutoReporter

Veranstaltet ein Automobilclub (hier der Württembergische Porsche-Club) auf einer "geschlossenen Fahrstrecke" (hier dem Hockenheimring) ein Autorennen, so kann dafür unter den Teilnehmern die Gefährdungshaftung ausgeschlossen werden. Das hat das Oberlandesgericht Karlsruhe entschieden und den geltend gemachten Schadenersatzanspruch eines Porschefahrers zurückgewiesen, der in einer scharfen Kurve von einem anderen angefahren worden war. Beide hatten den Passus unterschrieben, dass - von grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz abgesehen - kein Schadenersatz gefordert werden könne. Da dies hier nicht festgestellt werden konnte, blieb die Klage erfolglos. Begründung: Mit einfach fahrlässigem Verhalten müsse jeder Teilnehmer einer solchen Veranstaltung rechnen. (OLG Karlsruhe, 1 U 158/12) (Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter)