Nissan: Fahrdynamik erleben mit Transportern

Picture

Nutzfahrzeuge sind in der Regel groß, schwer und unhandlich. Und sie reagieren in Grenzsituationen heftiger und folgenschwerer als der für die meisten Fahrer gewohnte Pkw. Mit der NISSAN Safety Driving Academy gibt das Unternehmen sowohl Nutzfahrzeug-Experten als auch ambitionierten Gelegenheits-Truckern die Möglichkeit, das spezielle Verhalten von Transportern und leicht-Lkw (LCV, Light Commercial Vehicles) in Grenzsituationen zu "erfahren".

Auf einem eigens dafür eingerichteten Fahrsicherheits-Parcours und selbstverständlich unter Anleitung erfahrener Trainer. Vom Lieferwagen NV200 über den Transporter NV400 den Pick-Up Navara bis hin zum Leicht-Lkw Cabstar stehen alle Arten von Nutzfahrzeugen für das Training zur Verfügung. Als Trainingsgelände dienen Rennstrecken.

Schnelle Richtungswechsel, Ausweich- und Slalom-Parcours sowie Bremsübungen simulieren Gefahrensituationen, wie sie jederzeit auch im Alltag auftreten können. Mal zum Spaß eine echte Vollbremsung auf einer öffentlichen Straße hinzulegen, ist bekanntlich nicht ratsam. Im Fahrsicherheitstraining ist "voll in die Eisen" eine Standard-Übung. Sich an die Regelgrenze des elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) heranzutasten, ist ebenfalls nur auf dem Fahrsicherheits-Gelände ratsam. Und doch eine beeindruckende Erfahrung, die jeder Transporter-User einmal machen sollte.

Hier lässt sich auch demonstrieren, wie die neuen adaptiven ESP reagieren. Sie passen sich an den jeweiligen Ladungsschwerpunkt an - mit erstaunlicher Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Wie verhält man sich richtig, wenn es einmal eng wird, die eigene Geschwindigkeit und das Gewicht der Ladung unterschätzt wurde? Eines ist sicher: Schwierige Situationen meistert im Alltag gelassener, wer gelernt hat, richtig zu reagieren.

Die Schwelle, ab der ein Nutzfahrzeug schwer beherrschbar auf Lastwechsel, Bremsen und Beschleunigen sowie bei Kurvenfahrt reagiert, liegt ungleich niedriger als beim Pkw. Das hat viel mit dem Schwerpunkt und der Masse eines beladenen Transporters, Lieferwagens oder Lkw zu tun. Auch Radstand, Karosserieüberhänge und die in vielen Fällen deutlich steifere Federung und Radaufhängung sorgen für Dynamik-Reaktionen, die selbst geübten Pkw-Fahrern schnell ihre Grenzen aufzeigen.

Dazu kommt, dass die eigentliche Bestimmung eines Nutzfahrzeuges die Beförderung einer erheblichen Fracht ist. Die Ladung kann leicht und voluminös sein, in den meisten Fällen ist sie jedoch schwer und kompakt. Und: Sie verändert permanent den Schwerpunkt und die Gesamtmasse des Fahrzeugs.

Pkw-Fahrer haben, was das Gesamtgewicht des Fahrzeugs angeht, kaum mit stark veränderten Bedingungen zu rechnen. Die Ladung eines Transporters kann dagegen das Gesamtgewicht dramatisch verändern. Ein 3,5-Tonner-Kastenwagen wiegt leer knapp 1,5 Tonnen, darf aber zwei Tonnen Nutzlast laden. An diesem Verhältnis sieht man schon, worum es geht: Mehr Masse bedeutet längere Bremswege, stärkere Wankbewegungen und eine deutliche Verringerung der Kurvenstabilität, erfühlbar durch stärkeres Unter- oder Übersteuern - je nach Antrieb und Situation. (dpp-AutoReporter/hhg)