Qualitätsreport: Audi vor Lexus, BMW und VW

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Qualitätsreport: Audi vor Lexus, BMW und VW. Foto: dpp-AutoReporter

Perfekte Nähte, sehr gute Verarbeitung, kein Klappern, gerade Fugen, hervorragende Lackierung: Solche Qualität wünscht sich jeder Autofahrer. Doch einige Hersteller sind von guter Verarbeitung teilweise weit entfernt. Nach dem aktuellen Qualitätsreport der Zeitschrift auto motor und sport müssen sich Kunden von Peugeot und Ford auf zum Teil erhebliche Qualitätsmängel einstellen. Die beiden Marken liegen im aktuellen Qualitätsranking der Zeitschrift, das auf Mängeldaten der Dekra, Erfahrungen der Leser und einer strengen Prüfung der ams-Testredaktion beruht, auf den letzten beiden Plätzen.

Bewertet wurden 20 Fahrzeuge von zehn Marken, jeweils ein Modell der Ober- oder Mittelklasse sowie ein Kleinwagen. Klarer Qualitätssieger wurde Audi, wobei der A3 im Test sogar noch besser verarbeitet war als der A7. Audi glänzt mit engen, gleichmäßigen Spaltmaßen, sauber eingepassten Leuchten und Anbauteilen. Besonders im Innenraum setzt Audi mit gekonnter Materialauswahl und prozesssicherer Produktion Maßstäbe.

Knapp hinter Audi folgen mit Lexus und BMW weitere Premiummarken mit ebenfalls sehr guter Verarbeitungsqualität. Nur zwei Punkte hinter BMW liegt mit VW der erste Volumenhersteller, im Test mit dem Touareg und dem Golf vertreten. Dass erst hinter VW die Premiummarke Mercedes folgt, liegt natürlich nicht an der S-Klasse, sondern den überraschenden Qualitätsmängeln der A-Klasse. Schiefe Klebenähte, offen liegende Schrauben und unfeine Schweißpunkte widersprechen dem Mercedes-Anspruch.

Im Mittelfeld rangieren Kia, Skoda und Opel. Die Modelle leiden teilweise unter einfachen Materialen wie Hartplastik, unsauberer Verarbeitung und nicht korrekt entgrateten Kunststoffen. Mit großem Abstand liegen Peugeot und Ford am Ende. Die auto motor und sport-Leser bewerten Qualität und Zuverlässigkeit der französischen Modelle als inakzeptabel, und auch der Dekra-Report weist schlechte Noten aus. Noch enttäuschender ist das Ford-Ergebnis. Die Qualität der getesteten Modelle Focus und S-Max leidet unter ungleichmäßig angebrachten Dichtungen, schlecht eingepassten Türen, Versatz bei Stoßfängern sowie variierenden Fugen bis hin zu Lackierung mit Cellulitis-Dellen und Hammerschlag-Optik. Beim S-Max kommen ein speckig glänzendes Armaturenbrett, hakender Schminkspiegel, bauchige Verkleidung der A-Säule sowie kratzanfälliges Hartplastik im Kofferraum hinzu. Beim Fahren sind Knarz- und Zirpgeräusche und Klappern im Kofferraum deutlich zu hören. (dpp-AutoReporter)