Test: Neuer Skoda Superb erfüllt noch höhere Maßstäbe

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Ausdrucksstarkes Design, noch mehr Platz und beeindruckendes Fahrverhalten kennzeichnen die neue Generation des Skoda Superb. Foto: Zbigniew Mazar/dpp-AutoReporter

Der Name verpflichtet: Ein Skoda Superb muss etwas Besonderes sein. Gemäß dieser Aufgabenstellung haben die Designer und Entwickler die dritte Generation des Superb gestalterisch und technisch auf ein neues Niveau gebracht. Entsprechend fährt er im neuen, modernen und emotionalen Design der Marke vor, sein überdurchschnittliches Raumangebot wurde nochmals verbessert und technisch erhält er die innovative MQB-Technologie des Volkswagen Konzerns.

Üppige Raummaße, innovative Assistenzsysteme für Sicherheit, Umwelt und Komfort, leistungsstarke EU-6-Aggregate und ŠKODA typische ‚Simply Clever‘-Details rücken das Flaggschiff der Marke an das obere Ende der automobilen Mittelklasse. Und es könnte durchaus sein, dass die Verantwortlichen mit ihrer Meinung, dies sei der beste Skoda aller Zeiten, viel Zustimmung finden. Im Juni steht er bei den deutschen Händlern ab einem Grundpreis von 24.590 Euro.

Skoda Automobile überzeugen schon immer mit hoher Funktionalität, Zuverlässigkeit und bestem Preis-/Wert-Verhältnis. Mit dem neuen Superb werde diese Qualitäten jetzt mit einem modernen, ausdrucksstarken und emotionalen Design unterstrichen. Die neue Formensprache zeigt Souveränität, dynamische Eleganz, ausgewogene Proportionen und eine markante Formensprache. Damit bringt der Superb die aufregende Formensprache des Showcars ‚VisionC‘ in Serie.

Die Front vermittelt auf den ersten Blick Kraft und Selbstbewusstsein. Der breite Grill, die breit und scharf geprägten Scheinwerfer und die klar gegliederte, tief gezogene Vorderwagen-Architektur - all das ist auf mehr Breitenwirkung ausgelegt. Gleichzeitig fokussiert die markante Frontmaske mit Kühlergrill und dem zentral auf der Motorhauben-Nase positionierten Markenlogo den Ausdruck auf die Mitte der Front. Die Motorhaube ist charakterstark konturiert. Zwei, von außen nach innen laufende Linien verstärken die kraftvolle Anmutung.

Dynamische Eleganz vermittelt ebenso die Seitenansicht. Die messerscharfe, hohe Tornadolinie streckt das Fahrzeug optisch und sorgt im Zusammenspiel mit weiteren Auflichtflächen für wirkungsvolle Licht-Schatten-Kontraste. Die darunter verlaufende ‚Wing Line‘ verstärkt die Wirkung der Tornadolinie. Die schmalen Fahrzeugsäulen, die präzise und scharf gezogene Fensterlinie und das sanft abfallende Dach mit dem eleganten Übergang in die große Heckscheibe verleihen dem Fahrzeug eine Coupé-artige und hochwertige Anmutung. Die großen Räder und die markanten Radhäuser betonen den exklusiven Auftritt.

Selbstbewusst und kraftvoll zeigt sich das Heck. Auch hier ist die Horizontale stark betont. Die Linienführung erfolgt straff und klar. Die zweiteiligen, breit und schmal ausgeformten Rückleuchten erstrahlen serienmäßig in LED-Technik und bringen die Skoda typische C-Form der Leuchten in neuer Schärfe zur Geltung. Gleichzeitig erhalten die Heckleuchten durch kristalline Elemente zusätzliche Brillanz.

Mit neuen Motoren erzielt der Superb Bestwerte in Sachen Leistung und Verbrauch. Zum Einsatz kommt eine komplett neue Generation direkteinspritzender Turbomotoren auf Basis der MQB-Technik (fünf TSI-Benziner, drei TDI-Common Rail-Diesel). Die kompakten und leichten Aggregate leisten zwischen 88 kW/120 PS und 206 kW/280 PS, bieten serienmäßig Start-Stopp-Technik und Rekuperation und erfüllen sämtlich die EU-6-Abgasnorm. Die Leistung der neuen Motoren verbessert sich um bis zu 20 Prozent. Gleichzeitig wird das neue Modell in der Spitze um bis zu 30 Prozent sparsamer als die Vorgängergeneration.

Zu den verbesserten Verbrauchs- und Fahrdynamikwerten tragen auch das um bis zu 75 Kilogramm verringerte Gewicht, die optimierte Aerodynamik sowie das komplett neue Fahrwerk bei. Und das ist nicht nur Feinschliff, was die Ingenieure vollbrachten. Bei ersten Testfahrten in der Toscana wurde schnell deutlich, dass der Superb auch in puncto Fahrkomfort und Fahrverhalten einen Platz in der Spitzengruppe einnimmt.

Das komplett neu interpretierte Interieur setzt wesentliche Gestaltungselemente der Außenhaut fort. Dazu gehört die Betonung horizontaler Linien, die den Innenraum noch großzügiger und luftiger erscheinen lässt. Dort genießen Fahrer und Beifahrer jede Menge Platz. Die Ellenbogenbreite vorne legt um beachtliche 39 mm auf 1.507 mm zu. Die Kopffreiheit für Fahrer und Beifahrer wächst leicht um 3 mm auf 991 mm - ebenfalls ein Topwert. Seine ganze Raumstärke Superb im Fahrzeugfond und im Kofferraum aus. Die neue Modellgeneration toppt noch einmal die bereits guten Werte des Vorgängers. Hinten herrscht ein beeindruckendes, fast ‚herrschaftliches‘ Platzangebot, das die Klassengrenzen sprengt. Auch großgewachsene
Menschen sitzen äußerst bequem und entspannt.

Absolut ‚superb‘ ist die hintere Kniefreiheit: 157 mm bedeuten mit Abstand die Bestmarke im Segment - rund doppelt so viel wie beim nächstbesten Wettbewerber. Eine Benchmark setzt auch die Kopffreiheit im Fond. Sie legt um 25 mm auf 980 mm zu. Gleichzeitig wächst die Ellenbogenbreite um 69 mm auf jetzt 1.520 mm. Damit haben auf der Rücksitzbank selbst drei erwachsene Personen äußerst bequem Platz.

Echte Chauffeursauto-Qualitäten bietet der Superb zusätzlich durch die Möglichkeit, den Beifahrersitz auch vom Fond aus elektrisch verstellen zu können. Die Einstellmöglichkeit befindet sich an der inneren Beifahrersitzseite und ist damit auch von hinten aus einfach zu bedienen. Der Beifahrersitz kann längs nach vorne und hinten verschoben werden. Damit kann die Beinfreiheit individuell für den hinteren rechten Platz angepasst werden. Auch Höhe und Neigungswinkel des Beifahrersitzes sind von hinten aus zu justieren.

Nochmals gesteigert wurde das Kofferraumvolumen. 625 Liter Volumen bedeuten satte 30 Liter mehr als bisher und sind Bestwert in der automobilen Mittelklasse. Klappt man die Rücksitzbank um, wächst das Fassungsvermögen des Gepäckraums auf stolze 1.760 Liter. Die Rücksitzbank kann dabei per optionaler Entriegelungstaste bequem vom Kofferraum aus umgelegt werden. Die große Heckklappenöffnung ist 1.167 mm lang und 1.082 mm breit, so dass auch größere Gegenstände bequem eingeladen werden können. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die Heckklappe 1.868 mm hoch öffnet. Die Ladekante hat eine Höhe von 711 mm - der gleiche Wert wie bisher. Wer also wirkliche Schwächen beim neuen Superb finden will, wird nicht so schnell fündig. (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann)