Alfa Romeo zeigt auf der Techno Classica zwei seltene Oldtimer

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Der Alfa Romeo Sport Spider von 1954. Foto: FCA/dpp-AutoReporter

Vom 15. bis 19. April 2015 schlägt das Herz der europäischen Oldtimer-Szene in Essen. Knapp 200.000 Liebhaber klassischer Automobile und Motorräder sowie Fans historischen Motorsports werden auf der Messe im Gruga-Komplex erwartet. Sie können sich auch auf ein ganz besonderes Highlight freuen: die Deutschland-Premiere des Alfa Romeo 4C Spider (Halle 3).

Die brandneue Open-Air-Variante des technisch weitgehend identischen Coupé wird begleitet von einem zweiten, allerdings bereits 62 Jahre alten Sportwagen ohne fixes Dach. Vom Alfa Romeo 1900 Sport Spider, der 1954 für den Einsatz im Motorsport entwickelt wurde, existiert heute nur noch dieses eine Stück.

Auf eine lange Liste von Erfolgen auf der Rennstrecke kann auch der historische Alfa Romeo Giulietta Sprint zurück schauen, aus dessen zweiter Serie das werkseigene Museo Storico ein Exemplar mit zur Techno Classica bringt. Dem bildschönen Coupé aus dem Baujahr 1964 steht das gleichnamige aktuelle Modell zur Seite, das den berühmten Namen im 21. Jahrhundert wiederbelebt hat.

Die Spider-Variante des vielfach preisgekrönten Alfa Romeo 4C Coupé baut ebenfalls auf einem Monocoque aus dem Formel-1-Werkstoff Kohlefaser auf. Es wird durch aus Aluminium gefertigte Hilfsrahmen an Front und Heck sowie für den Motor ergänzt. Die Karosserie besteht aus dem Faser-Kunststoff-Verbundwerkstoff SMC (Sheet Moulding Compound), der im Vergleich zu Stahl und sogar dem Leichtmetall Aluminium einen deutlichen Gewichtsvorteil aufweist.

Das Turbotriebwerk liegt als Mittelmotor hinter dem Cockpit. Es produziert aus einem für Alfa Romeo traditionsreichen Hubraum von 1750 Kubikzentimeter 177 kW (240 PS). Der Vierzylinder ist mit dem Doppelkupplungsgetriebe Alfa Romeo TCT (Twin Clutch Transmission) kombiniert. Gangwechsel werden mittels Schaltwippen am Lenkrad erledigt. Die Schaltzeiten sind abhängig vom Modus der Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A., die der Fahrer in vier Stufen programmieren kann. Am aggressivsten schaltet die Elektronik in den Positionen „Dynamic" und „Race", Gangwechsel werden dann innerhalb von nur 130 Millisekunden erledigt. Dadurch - und dank der integrierten Startautomatik „Launch Control" - beschleunigt der Alfa Romeo 4C Spider in nur 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 258 km/h.

Auch das Cockpit zeigt klare Anklänge an einen Rennwagen. Deutlich wird dies unter anderem durch die in vielen Bereichen sichtbare Kohlefaser-Struktur des Monocoque, das unten abgeflachte Lederlenkrad mit den Schaltwippen, eine Aluminiumleiste an der Armaturentafel sowie die aus Aluminium gefertigten Pedale und Fußstützen für Fahrer und Beifahrer. Die Sportsitze sind mit schwarzem Stoff bezogen, rote Nähte sorgen für Kontraste. Modernste Technologie verkörpert das zentrale Informationsdisplay mit Sieben-Zoll-TFT-Bildschirm. (dpp-AutoReporter/hhg)