Start in die Motorradsaison

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Experten empfehlen ein regelmäßiges Fahrtraining. Foto: dpp-AutoReporter

Der Frühling lockt die Motorradfahrer wieder vermehrt auf die Straßen. Das bedeutet vor allem für die Autofahrer eine Umstellung. Die schmale Silhouette eines Motorradfahrers ist leicht zu übersehen. Oft versteckt sich ein Biker im toten Winkel hinter dem Fahrzeug oder ist im Rückspiegel erst auf den zweiten Blick zu erkennen.

Die Unfallsachverständigen von DEKRA empfehlen Autofahrern: lieber einmal zu viel hinschauen als einmal zu wenig. Wichtig ist auch, besonders beim Linksabbiegen immer den Blinker zu setzen und sich durch Schulterblick zu vergewissern, dass kein Fahrzeug zum Überholen angesetzt hat. In solchen Situation wird oft auch die starke Beschleunigung der Maschinen unterschätzt. Unfälle zwischen Pkw und Motorrädern werden zu rund 71 Prozent vom Pkw-Fahrer verursacht. Also Vorsicht!

Nach dem Winter sitzen viele Motorradfahrer noch nicht mit der erforderlichen Routine im Sattel. Wer sich eine „Warmlaufphase" gönnt und gelassen in die neue Saison startet, ist auf der sicheren Seite. Laut Statistik gehen die größten Risiken von überhöhter Geschwindigkeit, zu geringem Abstand und riskantem überholen aus. Vor allem die jungen Motorradfahrer sollten es nicht zu ungestüm angehen lassen. Sie haben oft noch wenig Fahrpraxis und neigen dazu, die eigenen Grenzen zu überschreiten. Die Folge ist das höchste Unfallrisiko aller Altersgruppen.

Die Experten empfehlen ein regelmäßiges Fahrtraining, am besten zu Beginn der Saison. Zumindest das Bremsen in Notsituationen sollte auf einem wenig befahrenen Parkplatz geübt werden. Ein gute Skepsis gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und hohe Aufmerksamkeit seien eine gute Versicherung. (dpp-AutoReporter)