Senioren: Beweglichkeit am Steuer

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Immer mehr ältere Menschen nehmen als Autofahrer am Straßenverkehr teil. Regelmäßige, freiwillige Gesundheitschecks helfen, die eigene Leistungsfähigkeit zu überprüfen; sie sind damit eine Basis für die Entscheidung, wie sicher sich jemand am Steuer verhalten kann. In drei Schritten kann die eigene Motorik auch zu Hause kontrolliert werden.

Heutige Senioren sind aktiver als frühere Generationen - das besagen viele Studien. Besonders das Autofahren gilt als zentraler Baustein, um sich "mobil" zu fühlen, autonom und selbstbestimmt - die Abgabe des Führerscheins ist daher für manche Menschen ein persönliches Drama. Jedoch verändert sich mit zunehmendem Alter der Bewegungsapparat - der Halswirbelbereich versteift sich, die Beweglichkeit im Hüftbereich nimmt ab und die Reaktionsfähigkeit verlangsamt sich.
Diese Aspekte können sich auf die Fahrtauglichkeit auswirken. Daher plädiert die Deutsche Verkehrswacht e.V. (DVW) für freiwillige, regelmäßige Gesundheitscheck beim Arzt. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D.: "Neben einem Seh- und einem Hörtest sollte auch ein Mobilitäts-Check regelmäßig durchgeführt werden."

Aber auch zu Hause können ältere Menschen ihre Beweglichkeit selbst prüfen:

Schritt 1:
Testen Sie, wie weit Sie Ihren Kopf seitlich nach rechts und links drehen können. Für das Autofahren sollten Sie unbedingt den "Schulterblick" schaffen! Doch Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule oder des Nackens erschweren ihn, ebenso wie den Blick in den Rück- und Außenspiegel. In fortgeschrittenem Stadium mindert dies die Orientierungsfähigkeit und stellt ein Sicherheitsrisiko beim Autofahren dar.

Schritt 2:
Legen Sie Ihr Augenmerk auf Ihren Hüftbereich. Bodewig: "Gerade für Autofahrer ist die Hüfte bedeutend, um Gas- und Bremspedal richtig bedienen zu können. Bei plötzlichen Bremsvorgängen - zum Beispiel um Kindern auszuweichen, die auf die Fahrbahn rennen - ist eine uneingeschränkte Motorik im Hüftgelenk notwendig, um schnell zu reagieren."

Schritt 3:
Überprüfen Sie Ihre Arme und Hände. Zum Lenken und Schalten sind die Hände besonders wichtig. Einschränkungen und Schmerzen führen dazu, dass die Bedienung von Schaltknöpfen schwerfällt und in Risikosituationen nicht schnell genug reagiert werden kann.

Bodewig: "Wenn Ihnen unser kleiner Beweglichkeitstest schwer fällt und Sie in diesen Bereichen akute Defizite feststellen, oder wenn Sie beim Autofahren Bewegungen bewusst unterlassen oder Schmerzen haben, raten wir Ihnen zu einer Beratung mit dem Hausarzt". (dpp-AutoReporter)