Diese Versicherungen leisten bei Schneeschäden am Haus

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Diese Versicherungen leisten bei Schneeschäden am Haus. Foto: dpp

Risse, Verformungen oder sogar Einstürze: Schnee und Eis können für Häuser zum Risiko werden. Wird der Schnee auf dem Dach zu schwer und beschädigt das Haus, kommt die Elementarschadenversicherung für den Schaden auf. Schneedruck gilt als sogenannte Naturgefahr und ist deshalb ausschließlich über die zusätzliche Elementardeckung versichert.

Vor allem Hausbesitzer in schneereichen Regionen sollten sich der weißen Gefahr von oben bewusst sein. Wer zudem unter einem Flachdach wohnt, hat statistisch gesehen ein erhöhtes Risiko, dass der Schnee Schäden am Haus anrichtet. Einfacher Grund dafür: Bei Steildächern kann der Schnee eher abrutschen und damit die Last für das Dach verringern - bei Flachdächern hingegen nicht.

Inwiefern Schnee ein Haus beschädigen kann, hängt in erste Linie von seinem Gewicht ab. Entscheidend für das Gewicht des Schnees sind der Wassergehalt und der Vereisungsgrad. Nicht die Schneehöhe auf dem Dach ist also ausschlaggebend, sondern die Beschaffenheit. Eine 10 cm dicke Schneeschicht kann im Extremfall mehr als 100 kg pro Quadratmeter wiegen.

Zuviel Schnee auf dem Dach steigert auch die Gefahr von Dachlawinen. Wenn eine Dachlawine Passanten verletzt, leistet die private Haftpflichtversicherung des Eigentümers - sofern er in seinem Eigenheim auch wohnt. Hat der Eigentümer das Haus vermietet, muss er für solche Schäden eine Haus- und Grundbesitzhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben.

Dachlawinen sind nicht nur eine Gefahr für Menschen, sondern auch für parkende Autos. Mit einer Kfz-Vollkaskoversicherung sind Autofahrer auf der sicheren Seite, wenn ihr Auto durch eine Dachlawine beschädigt wurde. Zerstört die Dachlawine die Autoscheiben, leistet die Teilkaskoversicherung. Wer ohne Kasko-Schutz unterwegs ist, könnte Probleme bekommen, seinen Schaden ersetzt zu bekommen. Denn dafür müsste er nachweisen können, dass der Hausbesitzer seiner Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen ist - vor Gericht ein schwieriges Unterfangen. (dpp)