Reiserecht: Hat die Airline nicht "aufgeklärt", muss sie nachträglich Lehrgeld zahlen

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Reiserecht: Hat die Airline nicht "aufgeklärt", muss sie nachträglich Lehrgeld zahlen. Foto: dpp

Hat sich ein Flug um mindestens mehrere Stunden verspätet, so steht den Passagieren eine Ausgleichszahlung zwischen 250 Euro und 600 Euro zu - je nach Entfernung zum Zielort zu, wenn das Unternehmen sich nicht auf außerordentliche Gründe dafür beziehen kann (etwa Motorschaden wegen Vogelflugs). Versäumt es das Flugunternehmen, seine Kunden auf diese Rechtslage aufmerksam zu machen, so hat es neben der ohnehin fälligen Ausgleichsleistung auch die Kosten zu ersetzen, die ihren Passagieren durch die Einschaltung eines Rechtsanwalts entstanden sind. (Hier ging es um einen Flug von Hannover nach Antalya mit einem Ausgleichsvolumen von 400 € pro Passagier, da der Zielort mehr als 1.500 km entfernt lag.) (AmG Hannover, 517 C 13641/11)   Wolfgang Büser/ dpp