Horst Seehofer bekommt bei Maut-Plänen Schützenhilfe aus Brüssel

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Die vom CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer heftig geforderte Einführung einer Pkw-Maut, die hauptsächlich die ausländischen Verkehrsteilnehmer belasten soll, wird von Brüssel überraschend nicht generell abgelehnt. Nach Informationen von „Spiegel Online" hat der EU-Verkehrsminister Slim Kallas jetzt offiziell erklärt, dass bei Einführung einer Maut deutsche Autofahrer im Gegensatz zur bisherigen Meinung der meisten Experten unter bestimmten Umständen an anderer Stelle - wie z.B. bei der Kfz-Steuer - entlastet werden dürfen.

In seiner Stellungnahme hob Kallas laut „Spiegel online" hervor, dass die von Seehofer vorgeschlagene Infrastruktur-Abgabe von Brüssel sogar begrüßte werden würde, da diese nicht in den Bundeshaushalt, sondern direkt in den Verkehrsetat fließen soll. Welchen Einfluss die Brüsseler Stellungnahme auf die derzeit laufenden Koalitions-Verhandlungen hat, bleibt allerdings abzuwarten, da die SPD bislang eine Pkw-Maut strikt ablehnt. (dpp/ Auto-Reporter/hhg)