Die Wurzeln von Bäumen des Nebengrundstücks haben kein "Dauerwohnrecht"

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Die Wurzeln von Bäumen des Nebengrundstücks haben kein „Dauerwohnrecht“. Foto: dpp

Wachsen die Wurzeln von (hier: 21) Fichten des Nachbargrundstücks auf das eigene Areal herüber, so dürfen sie gekappt werden, wenn die Bäume "die Benutzung des Grundstücks beeinträchtigen". Davon konnte hier ausgegangen werden, weil die bis zu 16 Meter hohen Gewächse den Garten des Nachbargrundstücks fast vollständig beschattet hatten, so dass dort außer Efeu sich keine Pflanzen mehr hielten. Dass die (hier in "Selbsthilfe" entfernten) Wurzeln zur Folge haben könnten, dass die Bäume komplett eingehen, sei kein Argument gegen ihre Entfernung. Maßgebend sei vielmehr, dass die Bäume dem Nachbarn die Möglichkeit nähmen, einen Zier- oder Nutzgarten einzurichten, wenn der Wildwuchs nicht beschnitten werde. (OLG Karlsruhe, 12 U 168/13) (Wolfgang Büser/dpp)