Test: Peugeot RCZ R – Alltagstauglicher Leistungssportler

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Sehr sportiv und dennoch alltagstauglich – der neue Peugeot RCZ R. Foto: dpp-AutoReporter

Das Sportcoupé RCZ hat in mancherlei Hinsicht mit Traditionen des französischen Autoherstellers Peugeot gebrochen. Zum ersten Mal gab es in der Typenbezeichnung keine Null oder Doppelnull mehr, zum anderen erwies sich der RCZ als ein echter Hingucker und nicht zuletzt als Image steigernder Faktor. Jetzt hat Peugeot noch einen drauf gelegt. Auf der diesjährigen IAA statisch vorgestellt, steht der RCZ R - das leistungsstärkste Serienmodell in der Geschichte der Löwenmarke - ab Januar bei den deutschen Peugeot-Händlern.

Die neue Topversion des Sport-Coupés beschleunigt mit einem 199 kW/270 PS starken 1,6-Liter-THP-Motor mit Twin-Scroll-Turbolader innerhalb von 5,9 Sekunden von null auf Tempo 100 und bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern kommt echtes Rennsport-Feeling auf. Und auch der Einstiegspreis kann sich sehen lassen: 41.500 Euro.

Der RCZ R beeindruckt durch agiles Handling
Ursprünglich von Peugeot Sport als Rennsportversion entwickelt, müssen künftige Besitzer weder auf Fahrkomfort noch auf Alltagstauglichkeit verzichten. Die tiefergelegte Karosserie und breite 19-Zoll-Räder in stärker ausgestellten Radhäusern ermöglichen optimale Haftung und Traktion. Zudem sorgen eine spezifische Fahrwerksabstimmung, eine Hochleistungs-Bremsanlage sowie eine optimierte Aerodynamik auch abseits der Rennstrecke für beeindruckendes Handling.

Und das bei in Relation sehr niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten: So liegt der Durchschnittsverbrauch bei lediglich 6,3 Liter pro 100 Kilometer und der CO2-Ausstoß bei nur 145 Gramm pro Kilometer. Damit unterbietet der RCZ R jetzt schon die künftige Euro-6-Norm. Das sind Norm-Daten, die mit der Realität bekanntermaßen nur wenig zu tun haben.

Sportlich, aber auch langstreckentauglich
Wer sich einen derartigen Sportwagen zulegt, weiß das und dürfte in der weit überwiegenden Zahl an anderen Fakten interessiert sein. Beispielsweise am Fahrverhalten. Bei ersten Testfahrten erwies sich der RCZ R bei forcierter Fahrt nicht nur als sehr agil, sondern auch als äußerst spursicher. Dabei ist die Fahrwerksabstimmung zwar sportlich, malträtiert die Insassen aber nicht mit unangenehmer Härte und beweist damit auch Langstreckenkomfort.

Auch in puncto Optik und Ausstattung dürfte das offiziell viersitzige Coupé, das in Wirklichkeit aber ein 2+2-Sitzer ist, so manche Herzen von Sportwagenfans höherschlagen lassen: Der RCZ R ist in den Außenfarben „Erithrea Rot", „Perla Nera Schwarz", „Isis Grau" und „Opal Weiß" erhältlich. Neben der Serienausstattung, die unter anderem eine Einparkhilfe hinten, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, LED-Tagfahrlicht und ein Sicht-Paket enthält, zählen der große Heckspoiler, ein Sport-Paket, ein Xenon-Paket, das Navigationssystem WIP Nav Plus, mattschwarze Dachbögen, 19-Zoll-Leichtmetallfelgen „R", Kunstleder-Polster „Alcantara Schwarz" mit roten Ziernähten sowie exclusive „R"-Designelemente zu den Highlights.

Zusätzlich lässt sich der RCZ R mit attraktiver Sonderausstattung wie Design-Streifen, karbonbeschichtetem Dach und Metallic-Sonderlackierung individualisieren. Ebenso sind gegen Aufpreis eine Alarmanlage inclusive Safesicherung, das Navigations- und Telematiksystem WIP Com 3D, ein JBL-Soundsystem, eine Einparkhilfe vorn sowie ein Leder-Paket mit Sitzheizung vorn verfügbar. (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann)