Autoexperten sehen keine Gefahr einer Blase für Luxus-Oldtimer

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Bugatti erwartet weiter steigende Preise für Luxus-Oldtimer. Foto: dpp-AutoReporter

Stuttgart. Die Preise für Luxus-Oldtimer und Raritäten, die in den vergangenen Wochen und Monaten neue Schallgrenzen durchbrochen haben, werden nach Einschätzung des Leiters Bugatti Tradition, Julius Kruta, weiter steigen. Angesichts der niedrigen Zinsen würden wohlhabende Anleger zunehmend in teure Oldtimer investieren. „Es gibt keine Zinsen auf der Bank. Deshalb wird nach alternativen Anlagemöglichkeiten gesucht", sagte Kruta der Zeitschrift auto motor und sport. „Und hier kommen vermehrt Oldtimer ins Spiel. Deshalb werden die Preise weiter steigen."

Dabei rechnet der Bugatti-Experte nicht damit, dass bald die Preise nach Platzen einer Blase wieder in den Keller rutschen werden. „Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre wurden die Autos mit geliehenem Geld gekauft, und dann ist irgendwann die Blase geplatzt. Aber das ist heute nicht der Fall. Denn im Gegensatz zu damals ist das Geld heute vorhanden."

Auch Mercedes glaubt an eine weitere Steigerung der Preise für Oldtimer, sieht aber keine Gefahr für eine Blase. „Es handelt sich hier nicht um eine Oldtimer-Blase oder einen Hype", erklärt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic, in auto motor und sport. „Wir verfolgen bei Mercedes sehr aufmerksam die Wertsteigerung unserer eigenen Modelle und sehen auch hier ein gesundes Wachstum."

Mitte August hatte ein Ferrari 250 GTO bei einer Versteigerung des Auktionshauses Bonhams mit einem Preis von über 38 Millionen Dollar einen neuen Auktionsweltrekord aufgestellt. Auch die gesamte Versteigerung lief blendend und besser als 2013. Der Umsatz betrug 399 Millionen Dollar, 27,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. (dpp-AutoReporter)