Sechs Skoda-Raritäten am Start der „Hamburg-Berlin-Klassik“

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Die Mitfahrt im Skoda 130 RS neben Matthias Kahle wurde bei einer Charity-Aktion versteigert. Foto: Skoda/dpp-AutoReporter

Von wegen kühler Norden: Bei der diesjährigen Hamburg-Berlin-Klassik präsentiert Skoda gleich sechs besonders emotionale Vertreter seiner 119-jährigen Unternehmensgeschichte. Die rollenden Raritäten aus Mladá Boleslav zeigen die Vielfalt der Modellgeschichte und reichen von der luxuriösen Limousine 645 aus dem Jahr 1931 bis hin zum rasanten Rallye-Coupé 130 RS aus den 1970er Jahren.

Die 7. Hamburg-Berlin-Klassik führt die fast 180 Teilnehmer vom 28. bis 30. August drei Tage lang auf traumhaften Routen quer durch Norddeutschland vom Hamburger Hafen bis ins Herz der deutschen Hauptstadt. Nicht ohne Grund gilt die Hamburg-Berlin-Klassik als die schönste Oldtimer-Rallye des Nordens. Unter dem Motto ‚Reisen statt Rasen‘ verläuft die 733 Kilometer lange Strecke vornehmlich über besonders reizvolle, kleinere Landstraßen - wie geschaffen für die automobilen Legenden. Erstmals gibt es in diesem Jahr einen Abstecher über die deutsch-polnische Grenze nach Stettin (Szczecin).

Den hohen Stellenwert von Skoda in der automobilen Oberklasse der 1920er und -30er Jahre repräsentiert bei der Hamburg-Berlin-Klassik der 1931 gebaute 645. Die über fünf Meter lange Limousine wurde 1929 auf dem Prager Automobilsalon als ein weiteres Luxusmodell der Marke präsentiert. Die Modellbezeichnung ergab sich aus Zylinderzahl und Leistung: Der 2,5 Liter große Sechszylinder-Reihenmotor bringt es auf 45 PS (33 kW). Bemerkenswert ist die Mischkonstruktion aus einem Stahlchassis und der mittragenden Holzkarosserie. 758 Exemplare dieses Typs wurden seinerzeit gebaut, heute existiert nicht einmal mehr ein halbes Dutzend dieser repräsentativen Limousinen.

Ein äußerst selten zu bestaunendes Highlight der Skoda Sammlung ist das Popular Sport Coupé, Kleine Entente‘. Der Name, Kleine Entente‘ geht auf einen besonderen Einsatz des Fahrzeugs im Jahr 1937 zurück. Seinerzeit gewann das sportliche Coupé eine 2.400 Kilometer lange Rallye durch die Länder Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien, die damals das Bündnissystem ‚Kleine Entente‘ bildeten. Seit 1968 ist das Fahrzeug Eigentum des Skoda-Museums in Mladá Boleslav. Bei der Hamburg-Berlin-Klassik sitzt die norwegische Rallye-Legende John Haugland - über viele Jahre Skoda Werksfahrer - hinter dem Steuer.

Sportlich abgerundet wird der Auftritt auf der Hamburg-Berlin-Klassik mit zwei rasanten Fahrzeugen aus den 1970er Jahren. Ein herausragender Vertreter der 113-jährigen Motorsportgeschichte ist der 130 RS. Der siebenfache deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle steuert im Norden ein Modell aus dem Jahr 1978. Der Platz für Kahles Copiloten wurde übrigens im Vorfeld für einen karitativen Zweck meistbietend versteigert. Dabei kamen exakt 4.355 Euro zugunsten der Aktion ‚Ein Herz für Kinder‘ zusammen. Das Sport-Coupé 110 R aus dem Jahr 1978 - das die technische Basis für den 130 RS bildete - begeistert mit seinem sportlich-emotionalen Design. (dpp-AutoReporter/hhg)