Eine Legende für Vitrine und Schreibtisch: Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen

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Eine Legende für Vitrine und Schreibtisch: Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen. Foto: Daimler/dpp-AutoReporter

Das Original entstand 1938 im Sonderwagenbau des Werks Sindelfingen als Musterbeispiel für das effiziente und leistungsstarke Luxusautomobil der Zukunft. 2012 bis 2014 wurde es von Mercedes-Benz Classic originalgetreu restauriert und rekonstruiert. Jetzt können sich Liebhaber den epochalen 540 K Stromlinienwagen (im Maßstab 1:43) in die Sammlervitrine oder noch besser auf den Schreibtisch stellen - wenn sie ein Exemplar der in einer limitierten Sonderauflage erscheinenden Miniatur erwerben.

Die Entwicklung und die originalgetreue Restaurierung des Stromlinienwagens sind ein faszinierendes Stück Technikgeschichte und demonstrieren die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Mercedes-Benz-Technik damals wie heute.

In den 1930er Jahren feierte die Aerodynamik im Automobilbau eine erste Blüte und vor allem in Deutschland beschäftigten sich Wissenschaft und Industrie mit möglichst strömungsgünstigen Karosserien. Die Leistungsfähigkeit der Mercedes-Benz Entwickler zum Thema Aerodynamik unterstreicht der 540 K Stromlinienwagen mit einem cw-Wert von 0,36. Das setzte für die damalige Zeit Maßstäbe, wie das serienmäßige Coupé des gleichen Typs mit einem cw-Wert von 0,57 demonstriert. Die Mannschaft um den damaligen Chef der Abteilung Sonderwagenbau, Hermann Ahrens, war ihrer Zeit deutlich voraus.

Das Fahrzeug wurde 1938 dafür entwickelt, Geschwindigkeiten von bis zu 185 km/h rasch zu erreichen und über längere Distanzen zu halten. Dank seiner leichten Aluminiumkarosserie mit ihrer ausgeklügelten Aerodynamik war der 540 K Stromlinienwagen in seiner Leistungsklasse ein Musterbeispiel an Effizienz. Er beeindruckte auch durch sein edles Design, die luxuriöse Ausstattung und den großzügigen Raumkomfort.

Ohne Kompressor-Unterstützung erreichte der 5,4 Liter große Reihen-Achtzylinder des 540 K eine Leistung von 85 kW (115 PS), die sich bei eingeschaltetem Kompressor auf 132 kW (180 PS) steigerte. Die Höchstgeschwindigkeit war bei 185 km/h erreicht. Die Serienversion kam mit eingeschaltetem Kompressor auf damals höchst respektable 170 km/h.

Mercedes-Benz stellte den Stromlinienwagen Mitte 1938 den Dunlop-Reifenwerken in Hanau zur Verfügung, die das Fahrzeug für Hochgeschwindigkeits-Reifenversuche einsetzten. Nach dem 2.Weltkrieg kehrte das Einzelstück nach Stuttgart zurück. Wichtige Originalkomponenten wurden in die historische Fahrzeugsammlung übernommen. (dpp-Auto-Reporter)