Skoda-Pilot Sepp Wiegand bei der Sachsen Classic

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Der aufwändig restaurierte Skoda 645 von 1931. Foto: Skoda/dpp-AutoReporter

Sepp Wiegand, Rallye-Pilot in Diensten von Skoda Deutschland, startet mit einem Skoda 440 von Baujahr 1957 bei der diesjährigen Sachsen Classic. Insgesamt ist die tschechische Traditionsmarke mit neun Fahrzeugen aus der 119-jährigen Unternehmensgeschichte bei der 12. Auflage der renommierten Oldtimer-Rallye dabei. Die rollende Klassiker-Phalanx aus Mladá Boleslav reicht vom Laurin & Klement 110 von 1925 über das 1961 gebaute Cabrio Felicia bis zum legendären Sport-Coupé 110 R aus dem Jahr 1978.

Der 23-jährige deutsche Rallye-Nachwuchspilot Sepp Wiegand wird bei seinem ersten Start bei der Sachsen Classic ein Auto steuern, das 34 Jahre älter ist als er selbst. Der 1957 gebaute 440 zählte in der sächsischen Heimat des gelernten Mechatronikers neben Fahrzeugen wie Wartburg und Trabant zu den besonders populären Familienfahrzeugen.

Das älteste Automobil im Feld der gut 180 Starter bei der diesjährigen Sachsen Classic ist der Laurin & Klement 110 aus dem Jahr 1925. Das Fahrzeug ist ein Meilenstein in der Geschichte des Autoherstellers, startete die Fertigung doch im Jahr der Fusion von L&K mit dem damaligen Maschinenbauunternehmen ŠKODA. Zwischen 1925 und 1929 wurden etwa 3.000 Exemplare gebaut. Das in Sachsen teilnehmende Fahrzeug stammt noch aus der ersten Produktionsserie und trägt deshalb als Logo nur das L&K-Zeichen. Spätere Fahrzeuge zeigten dann die Logos beider Marken.

Automobilen Luxus der 1930er Jahre repräsentiert der elegante 645. Lediglich 758 Fahrzeuge dieses Typs wurden in den Jahren 1929 bis 1934 gebaut. Hinter dem Steuer sitzt in Sachsen der siebenfache Deutsche Rallye-Meister Matthias Kahle. Auf der Freitagsetappe nach Tschechien wird er von der bekannten Fernsehmoderatorin Sonja Zietlow als Copilotin unterstützt.

Zu den Teilnehmerfahrzeugen zählen zudem gleich zwei 1101,Tudor‘ sowie der bereits erwähnte und von Sepp Wiegand pilotierte 440 aus dem Jahr 1957. Das im Volksmund auch als ‚Spartak‘ bezeichnete Fahrzeug war zu jener Zeit die Antwort des Herstellers auf den zunehmenden Bedarf der Bevölkerung nach einem preiswerten, volksnahen und modernen Fahrzeug.

Der Popular Monte Carlo aus dem Jahr 1937 nimmt Bezug zur erfolgreichen, 113-jährigen Motorsport-Geschichte der Marke. 1936 fuhr ein Popular bei der legendären Rallye Monte Carlo auf einen hervorragenden zweiten Platz in seiner Klasse. Aus diesem Anlass produzierte der Hersteller ein Jahr später eine exkclusive Serie von 70 Popular Monte Carlo. Ein Fahrzeug dieser Serie ist in Sachsen zusehen, ebenso wie das Sport-Coupé 110 R aus dem Jahr 1978. (dpp-AutoReporter/hhg)