Alfa Romeo beim Oldtimer Grand Prix Nürburgring

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Von 1960, als Coupés noch keine Crossover sein mussten: Alfa Romeo Giulietta SZ „coda tronca" mit hübscher Aluminium-Karosserie. Foto: FCA/dpp-AutoReporter

Traditionell gehört Alfa Romeo zu den am stark vertretenen Marken beim „Oldtimer Grand Prix" des Automobil Club von Deutschland (AvD). Die 2014er Ausgabe der größten Veranstaltung ihrer Art in Europa (8. bis 10. August) ist nicht nur deswegen die ideale Gelegenheit für den Alfaclub, seinen 30. Geburtstag zu feiern. Über 300 Alfa Romeo werden am Nürburgring erwartet, etwa 150 davon parken direkt am Veranstaltungszelt des Alfaclub am Rande des Fahrerlagers. Sie bilden einen beeindruckenden Querschnitt durch die über 100-jährige Geschichte der italienischen Traditionsmarke. Zum 60. Geburtstag des Modells werden in diesem Jahr besonders viele Alfa Romeo Giulietta erwartet.

Zu den liebevoll gepflegten Fahrzeugen der Mitglieder gesellt sich eine Ausstellung mit legendären Rennwagen - veredelt mit der Patina vergangener Einsätze. Aus dem werkseigenen Museo Storico kommt ein Alfa Romeo 8C 2900B, der 1938 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans am Start stand. Prototypen sind der Alfa Romeo 1900 Sport Spider und der Alfa Romeo 750 Competizione, beides Entwicklungsträger für die Sportwagen-Rennen der 1950er Jahre. Und der Alfa Romeo Giulietta Sprint Zagato von 1960 - wegen seiner knappen Karosserieüberhange „coda tronca" genannt - zählt zu den schönsten italienischen Coupés aller Zeiten.

Ebenfalls in direkter Nachbarschaft des Alfaclub schlägt die Scuderia Portello ihr Lager auf. Die nach dem ersten Firmensitz von Alfa Romeo benannte Klassik-Motorsportabteilung tritt gleich mit mehreren Rennern sowie ihrem Alfa Romeo Renntruck beim Oldtimer Grand Prix an. Erwartet werden ein Alfa 33/2 „periscopica", ein Alfa 33 T3000, ein Alfa Romeo Giulietta Spider Sebring sowie Rennversionen der Modelle 2600, Giulietta Ti und 2000 GTV.

Als erster offizieller Weltmeister in der Geschichte des Automobils (1925) spielt Alfa Romeo bei den Grand-Prix-Fahrzeugen der 1930er bis 1950er Jahre eine bedeutende Rolle. Diese Epoche ist die Klasse der „Historic Grand Prix Cars" gewidmet, die im historischen Fahrerlager des Nürburgrings die aus der Anfangszeit des Nürburgrings erhaltenen Boxen belegen.

Auch mit Siegen beim Langstrecken-Straßenrennen Mille Miglia und Weltmeistertiteln bei Sportwagen in den 1970er Jahren drückte Alfa Romeo dem Rennsport seinen Stempel auf. Besonders stark vertreten unter den über 500 Teilnehmern des Oldtimer Grand Prix ist die Marke aber traditionell in den Tourenwagen-Klassen. Beim AvD Historic Marathon (Freitag ab 14:20 Uhr) liefern sich die Konkurrenten vergangener Zeiten erneut spannende Positionskämpfe - und zwar genau wie vor 40, 50 Jahren auf der legendären Nordschleife. Vier Stunden beträgt die Renndauer in der berühmten „Grünen Hölle". Ein echter Härtetest für zu ihrer Zeit fast unbesiegbare Alfa Romeo wie die Modelle Giulietta Sprint, Giulia GTA oder Giulia GTAm. Am Sonntag nimmt die AvD Tourenwagen-Trophäe (ab 8:10 Uhr) dann die moderne Grand-Prix-Schleife des Nürburgring unter die Räder.

Darüber hinaus erwarten die Besucher des Alfa Romeo Areal beim Oldtimer Grand Prix aktuelle Modelle wie das Kohlefaser-Coupé Alfa Romeo 4C sowie die besonders sportlichen Quadrifoglio Verde Versionen von Alfa Romeo Giulietta und Alfa Romeo MiTo. (dpp-AutoReporter/wpr)