Reiserücktrittskostenversicherung: Der "Online-Check-in" ist kein Antritt der Reise

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Reiserücktrittskostenversicherung: Der "Online-Check-in" ist kein Antritt der Reise. Foto: dpp

Checkt sich ein reisewilliger Mann am Tag seines geplanten Abflugs (hier nach Santo Domingo) online selbst ein und erkrankt er kurz danach so schwer, dass er nicht mehr flugfähig ist, so muss die Reiserücktrittskostenversicherung seine Stornogebühren übernehmen. Sie kann nicht argumentieren, die Reise sei "angetreten" und deswegen nicht mehr vom Versicherungsschutz gedeckt gewesen.

Das Online-Check-In-Verfahren sei nicht mit dem klassischen Check-In am Schalter zu vergleichen, das versicherungstechnisch als Antritt der Reise gewertet werden dürfe, so das Amtsgericht München. Es diene vielmehr den wirtschaftlichen Interessen der Flughafengesellschaften, weil diese dadurch unter anderem Personal einsparen. Ein Online-Check-In sei kein "faktischer Antritt der Reise". (AmG München, 171 C 18960/13) (dpp)