Feierliche Eröffnung einer einzigartigen Maserati-Ausstellung

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Feierliche Eröffnung einer einzigartigen Maserati-Ausstellung in Modena. Foto: dpp-AutoReporter

Ab heute zeichnet eine einzigartige Ausstellung in Modena die hundertjährige Geschichte von Maserati nach. Unter dem Titel „Maserati 100 - A Century of Pure Italian Luxury Sports Cars" zeigt sie anhand epochaler Originalfahrzeuge und multimedialer Einspielungen die Entwicklung der Marke von 1914 bis heute. Die Maserati Brüder, die das Unternehmen einst gründeten, werden dabei genauso porträtiert wie die zahlreichen Innovationen, die legendären Erfolge im Motorsport und die begehrten Straßensportwagen. Ort der Ausstellung ist das Museo Casa Enzo Ferrari im Herzen Modenas, das nur einige 100 Meter vom Maserati Stammwerk entfernt ist. Bis Januar 2015 steht die spektakuläre Inszenierung der Maserati Geschichte für Besucher offen.

Mit einem Festakt wurde die Ausstellung durch Harald Wester, CEO von Maserati S.p.A., offiziell eröffnet: „Die Hundertjahrfeier von Maserati hätte zu keinem besseren Zeitpunkt unserer Geschichte kommen können. Ich sage das, weil Maserati heute ein aufblühendes Unternehmen ist - mit neuen, enorm begehrten Fahrzeugen für eine stetig wachsende Zielgruppe sowie mit weiteren Modellen in der Pipeline, die den Wachstumskurs auch in der Zukunft nachhaltig absichern. Die Ausstellung hier, die das erste Jahrhundert unserer Geschichte reflektiert, ist wahrhaft einzigartig: Noch nie zuvor waren diese Fahrzeuge, die unsere Entwicklung so entscheidend geprägt haben, unter einem Dach vereint."

Zu den Ehrengästen der Eröffnung zählte auch Luca di Montezemolo, Vorsitzender von Ferrari. Er spielte in jener Phase eine wichtige Rolle, in der Maserati zwischen 1997 und 2005 zu Ferrari gehörte und in der er den Aufschwung von Maserati mit gestaltete: „Ich kann mich noch gut an die Rahmenbedingungen erinnern, als ich zusammen mit meinem Team 1997 die Herausforderung annahm, das Unternehmen wiederzubeleben. Wir bauten die Produktion um, schufen das neue Verwaltungsgebäude mit seinem spektakulären Showroom und arbeiteten vor allem an neuen Modellen. Eines von ihnen war der 2003 vorgestellte Quattroporte, der den Weg für den heutigen Erfolg bereitete."

Eine weitere wichtige Persönlichkeit, die der Eröffnung beiwohnte, war Sir Stirling Moss, der für Maserati in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren legendäre Rennsiege in der Formel 1 und bei Langstreckenrennen einfuhr. Zudem waren auch die Cousins Carlo und Alfieri Maserati anwesend, die Söhne von Ettore Maserati beziehungsweise Ernesto Maserati, die einst zu den Unternehmensgründern gehörten. Sie zeigten sich alle von der Ausstellung begeistert.

Die Zusammenstellung der Fahrzeuge oblag Kurator Adolfo Orsi jr. Er ist der Enkel beziehungsweise Sohn von Adolfo Orsi sr. respektive Omer Orsi, denen zwischen 1937 und 1967 Maserati gehörte. „Aus der Vielzahl der je gebauten Maserati Fahrzeuge versuchte ich eine Traum-Garage für Automobilbegeisterte zusammenzustellen. Dabei waren nicht nur Kriterien wie Ingenieurskunst und Designkompetenz ausschlaggebend, sondern auch die historische Bedeutung der Fahrzeuge. Bei der Suche nach geeigneten Fahrzeugen erhielt ich große Unterstützung durch Maserati Sammler, teilweise sogar aus Übersee." Hilfe erhielt Orsi zudem durch den Direktor des Museums, Antonio Ghini, sowie durch den Ausstellungs-Koordinator und Maserati PR-Direktor Luca Dal Monte.

Die Ausstellung zeigt sowohl Renn- als auch Straßenfahrzeuge aus allen Epochen. So ist unter anderem ein Tipo 26 zu sehen - das erste Fahrzeug von Maserati. Mit ihm trug sich die damals noch junge Marke in die Siegerlisten des Motorsports ein. Auch der legendäre 250 F ist ausgestellt. Mit diesem Formel 1 Maserati sicherte Juan Manuel Fangio 1954 und 1957 die Weltmeisterschaft. Ebenfalls unvergessen sind auch der Tipo 60 Birdcage, dessen Leichtbautechnologie Maserati in den frühen 1960er-Jahren wichtige Langstreckensiege bescherte, sowie der V4 Sport Zagato. Mit diesem 16-Zylinder-Fahrzeug holte Maserati 1929 einen Geschwindigkeitsweltrekord mit Baconin Borzacchini am Steuer.

Zu den gezeigten Meilensteinen der Straßenfahrzeuge gehört natürlich auch der A6 1500 mit einer Karosserie von Pininfarina. Mit diesem Modell begann Maserati 1947 Straßensportwagen zu fertigen. Ähnlich epochal ist der ausgestellte 3500 GT von 1957. Durch ihn baute Maserati seinen Erfolg weiter aus und stellte die Fertigung auf eine echte Serienproduktion um. Legendär - und damit ein Muss für diese Ausstellung - ist der Quattroporte von 1963. Mit dieser ersten Generation schuf Maserati das Segment der Sportlimousinen und zugleich einen Nimbus, der bis heute andauert. (dpp-AutoReporter)