Jaguar baut sechs leichte E-Types aus 1963 nach

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Der Jaguar E-Type Lightweight wurde in den Jahren 1963 und 1964 von Privatfahrern bei Langstreckenrennen eingesetzt. Foto: JLR/dpp-AutoReporter

Jaguar fertigt sechs originalgetreue Nachbauten des 1963 für den Einsatz im internationalen Motorsport entwickelten E-TYPE Lightweight. Damit wird nach über 50 Jahren die ursprünglich auf 18 Einheiten ausgelegte Serie eines „Special GT E-Type" um die noch fehlenden sechs Modelle ergänzt. Lightweight-E-TYPE wurden in ihrer aktiven Zeit von Formel-1-Stars wie Graham Hill und Jackie Stewart, sowie Sportwagen-Spezialisten wie dem Wiesbadener Jaguar-Händler Peter Lindner mit Beifahrer Peter Nöcker pilotiert.

Private Lightweight E-Types kamen 1963 und 1964 erfolgreich bei Langstreckenrennen zum Einsatz, darunter in Sebring, Reims, Le Mans und am Nürburgring. Sie wogen fast 115 Kilogramm weniger als die bis 1962 eingesetzten Coupés und leisteten dank Lucas Einspritzung und weiterer Modifikationen über 290 PS. Die Original-Nachbauten werden direkt bei Jaguar in Handarbeit von Karosserie-, Motor- und Interieur-Spezialisten hergestellt - exakt nach den Spezifikationen seiner Vorfahren von 1963. Sie erhalten die damals reservierten Chassis-Nummern.

Monocoque und Karosserie des legendären Modells sind wieder aus Aluminium gefertigt, auch der Block des 3,8 Liter großen Reihensechszylinders bestand schon 1963 aus Leichtmetall. Gewichtsmindernd wirkten sich zudem der spartanische Innenraum, der Verzicht auf Chromschmuck und die manuell zu bedienenden Seitenfenster aus.

Dank Lucas-Benzineinspritzung, auf 9,5:1 angehobener Verdichtung und dem „Weitwinkel-Zylinderkopf" aus dem D-TYPE brachte es der mit einer Trockensumpfschmierung bestückte XK-Motor des E-TYPE Lightweight auf über 290 statt der serienmäßigen 265 PS. Die Karosserie basierte auf dem E-TYPE Cabriolet, versteift um ein aufgesetztes Hardtop oder eine aerodynamisch im Heckbereich optimierte Coupé-Karosserie. Geschaltet wurde über ein eng abgestuftes Fünfgang-Getriebe von ZF.

Jaguar erwartet eine große Nachfrage nach den Reproduktionen. Bereits etablierte Jaguar-Sammler, besonders solche mit speziellem Interesse an historischen Motorsport-Fahrzeugen, werden unter den potenziellen Kunden bevorzugt berücksichtigt. (dpp-AutoReporter/wpr)