Autofelgen: KÜS warnt vor „Spinnern“, Ringen und Zentralverschlüssen

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Der KÜS weist darauf hin, dass weder moderne Felgenringe noch scharfkantige Verschlüsse an Oldtimern (hier ein Riley von 1930) erlaubt sind. Foto: dpp-AutoReporter

Die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation KÜS stellt bei den Hauptuntersuchungen vermehrt einen leichtsinnigen Umgang mit gefährlichen Anbauteilen fest. Die freiberuflichen Kfz-Sachverständigen nennen als ein Beispiel die „Spinning Wheels", verchromte Metall- oder Kunststoffteile, die sich in Felgen von Fahrzeugen drehen. Beim Stopp des Autos drehen sich dies „Spinner" weiter und wecken den Eindruck, dass sich das Rad im Stand weiter drehe - oder beim fahrenden Auto still stünde. Aktueller Trend ist auch, Felgen durch sogenannte Felgenringe optisch hervorgehoben werden.

Der Schutz der Felge durch diesen Kunststoff- oder Gummiring wird ebenfalls angepriesen. Die Ringe werden zwischen Felge und Reifen geklemmt, der Reifen muss dazu demontiert werden. Das Verhalten der Materialien der Ringe ist unbekannt. Noch dazu greifen sie in den Verbund zwischen Felge und Reifen ein, eine Garantie der Luftdichtigkeit ist nicht mehr gegeben. Auch eine Schädigung des Reifens ist nicht auszuschließen. Bei einem Test der KÜS löste sich der Felgenring bereits nach wenigen gefahrenen Kilometern und flog vom Rad.

Auch im Bereich historischer Fahrzeuge zeigt sich die Problematik gefährlicher Anbauteile. Hier geht es beispielsweise um scharfkantige Felgenverschlüsse, bevorzugt zu finden bei sportlichen Oldtimern englischer Herkunft. Sie sind in Deutschland verboten. Bei Oldtimern, aber auch bei modernen getunten Fahrzeugen dürfen die Zentralflügelmuttern im öffentlichen Straßenverkehr nicht verwendet werden. (dpp-AutoReporter/wpr)