Kostenloser DEKRA-Sicherheitscheck für junge Fahrerinnen und Fahrer

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Kostenloser DEKRA-Sicherheitscheck für junge Fahrerinnen und Fahrer. Foto: DEKRA/dpp-AutoReporter

Junge Autofahrerinnen und Autofahrer sind auch in diesem Jahr zum DEKRA SafetyCheck eingeladen. Bei der gemeinsamen Verkehrssicherheitsaktion der Deutschen Verkehrswacht, des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und von DEKRA bietet die international tätige Sachverständigenorganisation jungen Leuten einen kostenlosen Sicherheitscheck ihrer Fahrzeuge an. Unter dem Motto „Sicher gecheckt - entspannt unterwegs" gilt das Angebot an allen 76 DEKRA Niederlassungen bundesweit vom 2. Juni bis zum 11. Juli. Unter allen Teilnehmern wird ein DTM-Wochenende verlost.

Schirmherr der Aktion ist Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. „Unabhängig mobil zu sein, ist für viele junge Menschen ein wesentliches Anliegen. Gerade auch in ländlich geprägten Regionen ist individuelle Mobilität zudem unerlässlich für Ausbildung und Beruf. Mobil zu sein, bedeutet aber auch Verantwortung zu übernehmen: für sich und für andere Verkehrsteilnehmer, gerade in puncto Sicherheit. Die sinkende Zahl der Verkehrstoten, die wir in Deutschland verzeichnen können, darf darüber nicht hinwegtäuschen", so der Minister zu der Aktion. „Umso wichtiger ist es daher, gerade junge Autofahrerinnen und Autofahrer in ihrem Alltag praktisch zu unterstützen und sie für das Thema Verkehrssicherheit zu sensibilisieren."

Ziel der Aktion ist es, das Unfallrisiko von jungen Fahrerinnen und Fahrern weiter zu verringern. Denn obwohl die Zahl der Verkehrstoten in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren im Jahr 2012 erfreulich stark zurückgegangen ist (-17,1 Prozent), gilt unverändert: Das Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist für die jungen Frauen und Männer nach wie vor mehr als doppelt so hoch ist wie im Durchschnitt der Bevölkerung.

Die hohe Unfallbeteiligung von jungen Erwachsenen hat unterschiedliche Gründe: Naturgemäß haben sie noch wenig Fahrpraxis und können Gefahrensituationen zu oft nicht richtig einschätzen. Wohl auch deshalb gehen sie am Steuer manchmal ein zu hohes Risiko ein. Eine wichtige Rolle spielen aber nach wie vor die Fahrzeuge der jungen Altersgruppe. „Die Autos, mit denen junge Leute unterwegs sind, sind im Schnitt deutlich älter als der Gesamtbestand, und diese älteren Fahrzeuge fallen durch eine stark überdurchschnittliche Mängelquote auf", sagt Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands DEKRA SE und verantwortlich für die Business Unit Automotive. „Es bleibt deshalb elementar wichtig, die jungen Fahrerinnen und Fahrer gerade für die Risiken älterer Autos und übrigens auch fehlender Wartung zu sensibilisieren."

Wie groß der Bedarf in diesem Punkt ist, zeigen auch die Ergebnisse des DEKRA SafetyCheck aus dem vergangenen Jahr. Drei von vier Autos (76 Prozent) fielen durch sicherheitsrelevante Mängel auf - allen voran an Bremsen, Fahrwerk und Reifen. Im Durchschnitt waren die untersuchten Fahrzeuge 11,5 Jahre alt und damit fast drei Jahre älter als der Gesamtbestand aller Pkw in Deutschland, dessen Durchschnittsalter 2013 laut Kraftfahrtbundesamt bei 8,7 Jahren lag. An den beanstandeten Fahrzeugen fanden die Prüfer im Schnitt 3,2 Mängel. Es zeigte sich auch wieder deutlich, dass die Mängelquote stark ansteigt, je älter die Fahrzeuge sind. Fahrzeuge bis zu drei Jahren hatten zu rund 32 Prozent Mängel, die sieben- bis neunjährigen Pkw zu 73 Prozent, und die 13- bis 15-jährigen hatten mit 87 Prozent den höchsten Wert.

Immer mehr ältere Fahrzeuge sind mit elektronischen Sicherheitssystemen ausgestattet, nur noch jedes zehnte geprüfte Fahrzeug hatte weder ABS oder Airbag noch ESP/ASR. Allerdings waren 9 Prozent aller ESP ASR-Systeme und jeweils knapp 3 Prozent der Airbags und der ABS nicht funktionsfähig. Das bedeutet für die Fahrer älterer Fahrzeuge, dass sie sich auf die Systeme nicht immer verlassen können. (dpp-AutoReporter)