Im Vergleich: Audi A3 Cabriolet und Audi S3 Limousine verbindet den Fahrgenuss

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Für Audi ist der A3 die Brot- und Butter-Modellreihe. Heißt also - besonders wichtig. Umso erfreulicher für die Ingolstädter, dass die neue Generation mit Drei- und Fünftürer sehr erfolgreich gestartet ist und auch die erstmalig eingeführte, unter anderem für den chinesischen und US-Markt überaus wichtige klassische Limousine einen Blitzstart hingelegt hat. Zur Abrundung der Modell-Familie hat Audi mit dem A3 Cabriolet und der S3 Limousine nun zwei weitere Variationen aufgelegt. Sehr unterschiedlich ausgelegt haben sie aber dennoch eines gemeinsam: den Fahrgenuss. Allerdings auf sehr unterschiedliche Weise.

Mit seinem athletischen Design bringt der S3 die in ihm wohnende Dynamik auch optisch zum Ausdruck, während das Cabrio mit klassischem Stoffverdeck und einem langen hinteren Überhang zwar ebenfalls sportiv, gleichzeitig aber auch sehr elegant wirkt. Und dies sowohl bei geschlossenem als auch geöffneten Dach. Welches Design einem besser gefällt, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Sportmotor in der S3 Limousine
Mit dem 1.8 TFSI-Triebwerk mit 132 kW/180 PS und einem Drehmoment von 250 Newtonmeter ist das Cabriolet motorseitig sehr gut ausgerüstet, wird aber vom Zweiliter-Motor der S3 Limousine klar in den Schatten gestellt. Kein Wunder, denn der neue 2.0 TFSI mit 221 kW/300 PS ist ein Sportmotor, der im weiten Bereich von 1.800 bis 5.500 Umdrehungen 380 Newtonmeter auf die Kurbelwelle stemmt. In Kooperation mit der S tronic beschleunigt er den Wagen mit sonorem Klang in 4,9 Sekunden auf 100 km/h und weiter auf die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h.

Dank des tiefergelegten S-Sportfahrwerks und der serienmäßigen Progressivlenkung kann man nicht nur die bullige Kraft des S3 satt auf den Asphalt bringen, sondern den Wagen - sofern es der Verkehr erlaubt - auch mit Bravour über kurvenreiche Straßen pilotieren - und das ohne feucht werdende Hände. Fahrgenuss also pur. Der Wermutstropfen - wann kann man das im Alltagsverkehr schon mal wirklich realisieren.

Nur im Cabrio kann man richtig flanieren
Da kann das 1.8 TFSI-Triebwerk aus dem Cabriolet natürlich nicht ganz mithalten, obwohl eine Höchstgeschwindigkeit von 242 km/h und 7,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h ebenfalls hohe Sportlichkeit ankündigen. Was dank des ebenfalls excellent ausgelegten Fahrwerks und Audi drive select auch in die Praxis umgesetzt werden kann. Auch hier - wenngleich auch nicht ganz so aggressiv -also Fahrgenuss pur. Dafür kann man zusätzlich eine andere Art des Fahrgenusses erleben -  das Cruisen und Flanieren bei geöffnetem Dach.

Das kostet natürlich Platz im Kofferraum, der bei dem A3 Cabrio mit vier vollwertigen Sitzen auf 275 Liter Volumen sinkt. Für ein Cabrio ein sehr anständiger Wert - bei geschlossenem Verdeck sind es 320 Liter -, doch wer häufig mit viel Gepäck unterwegs sein muss, hat bei der S3 Limousine mit 390 Liter Volumen natürlich Vorteile.

Welche der beiden neuen Audi A3-Varianten man bevorzugt, kommt also weitgehend auf die persönlichen Bedürfnisse an. Beide sind attraktiv designt, beide sind sehr sportiv zu bewegen und beide sind langestreckentauglich. Bleibt neben der Motorisierung als größter Unterschied der Basispreis. Beim Cabrio (1,4 Liter) beginnt die Preisliste bei 30.500 Euro, bei der S3 Limousine 40.400 Euro. Wählt man das 1.8-Liter-Triebwerk wird der Unterschied schon merklich geringer. (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann)