Reisemangel: Ist ein Kamelausritt mitgebucht, ist ein Sturz zu entschädigen

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Reisemangel: Ist ein Kamelausritt mitgebucht, ist ein Sturz zu entschädigen. Foto: dpp

Das Oberlandesgericht Koblenz hat entschieden, dass der Reiseveranstalter für den Sturz eines Touristen von einem Kamel haften muss, wenn der Ausritt Bestandteil einer Pauschalreise ist. Denn der Veranstalter müsse dafür sorgen, dass sich Touristen nicht verletzten, wenn bei einer Pauschalreise ein Event von vornherein gebucht ist. Im konkreten Fall ging es um ein Schmerzensgeld in Höhe von 15.000 Euro sowie um die Erstattung vertaner Urlaubszeit (hier in Höhe von 1.100 €). Der Urlauber konnte den Unfall als Reisemangel deklarieren und beweisen, dass der Kameltreiber vor Ort als Erfüllungsgehilfe des Veranstalters falsch gehandelt und somit den Sturz verursacht hat, bei dem sich der Urlauber einen komplizierten Beckenbruch zugezogen hat. (OLG Koblenz, 12 U 1296/12) (Wolfgang Büser/ dpp)