Verkehrsrecht: Falschparker haften mit 20 Prozent

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Verkehrsrecht: Falschparker haften mit 20 Prozent. Foto: WikiMedia/dpp-AutoReporter

Ein Autofahrer hatte seinen Wagen in einer Straßenenge abgestellt. Als ein anderer Verkehrsteilnehmer aufgrund eines Ausweichmanövers das Fahrzeug streifte, verweigerte allerdings dessen Haftpflichtversicherung die komplette Kostenübernahme. Da der Unfall-Wagen im absoluten Halteverbot abgestellt worden war, müsse sich der Halter zu 20 Prozent am Schaden beteiligen. Das Bremer Amtsgericht stimmte dieser Kostenteilung zu, auch wenn der „Ausweichende" den Unfall ganz überwiegend verschuldet habe. Dennoch war der Vorfall für den Falschparker nicht unabwendbar, so dass er sich deshalb die Betriebsgefahr seines Fahrzeuges anrechnen lassen müsse, die - so das Gericht mit 20 Prozent nicht überbewertet sei. (AmG Bremen, 25 C 357/13) Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter