Bodensee-Klassik: Opel-Oldtimer im Dreiländereck auf Tour

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Großes Kino: Schauspielerin Maria Ehrich navigiert den Rekord B von Sepp Herberger während der Bodensee-Klassik 2014. Foto: Opel/dpp-AutoReporter

Die dritte Bodensee-Klassik (BKL) startet am 1. Mai um 14 Uhr auf dem Platz der Wiener Symphoniker in Bregenz am Bodensee. Die Rallye führt bis zum 3. Mai auf fünf Etappen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Eine abwechslungsreiche Strecke durch herrliche Alpenlandschaften lässt auch die diesjährige Auflage der BKL für alle Teilnehmer und Zuschauer zum unvergesslichen Erlebnis werden. 180 automobile Klassiker, darunter sieben Opel-Modelle, drehen die Zeit zurück. Opel Classic wird gleich mit drei legendären Modellen, deren Baureihen in den nächsten drei Jahren jeweils ein halbes Jahrhundert alt werden, an den Start gehen: Opel Commodore A Coupé, Rekord B und Rekord C Cabriolet.

Der Opel Rekord ist eines der am längsten gebauten deutschen Fahrzeuge, die von den Rüsselsheimern in acht Generationen bis 1986 produziert wurden. Stellvertretend für diese Baureihe werden der Rekord B und das Rekord C Cabriolet die diesjährige Bodensee-Klassik bestreiten. Der Rekord B gehörte seinerzeit Sepp Herberger. Auf dem Beifahrersitz des Herberger-Rekord mit der Startnummer 112 wird die prominente Schauspielerin Maria Ehrich sitzen, die aus Filmen wie beispielsweise „Die Frau vom Checkpoint Charlie" und dem Fernseh-Dreiteiler „Adlon" bekannt ist. Mit Roadbook und Stoppuhren ausgestattet wird sie Opel-Pressechef Patrick Munsch durch drei Länder lotsen. Fast 50 Jahre nachdem die viertürige Limousine vom Band rollte, steht sie perfekt gepflegt für die große Tour parat. Unter der Haube werkelt ein 90 PS-Motor, der eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erlaubt. Insgesamt wurden vom Rekord B von 1965 bis 1966 fast 295.000 Fahrzeuge produziert.

Der zweite „Rekord-Teilnehmer" ist ein wahrer Hingucker: das Rekord C Cabriolet von 1966. Beim traditionsreichen Kölner Karosserieschneider Deutsch wurden nur rund 50 dieser Open-Air-Versionen gebaut. Basierend auf der zweitürigen Rekord C Limousine ist das sogenannte „Deutsch-Cabrio" eine wahre Rarität mit der Formensprache aus den 60er Jahren. Angetrieben wird der mit der Produktionszahl „44" versehene offene Viersitzer von einem 1,7 Liter großen Vierzylinder-Motor mit 75 PS. Die Karosserie des Rekord C ähnelt den US-Straßenkreuzern mit großen, klaren Flächen und verweist auf die amerikanische Verwandtschaft von Opel zu GM. Ab Werk war der Rekord als zwei- und viertürige Limousine und als Kombi sowie als Lieferwagen und Coupé erhältlich.

Auch Jockel Winkelhock, Opel-Markenbotschafter und Le-Mans-Sieger von 1999, lässt es sich nicht nehmen, an der dritten Bodensee-Klassik teilzunehmen. Er startet mit einem Commodore A Coupé. Opel präsentierte 1967 das eigenständige Topmodell Commodore A mit 115-PS-Sechszylinder als Zwei- und Viertürer-Limousine sowie als Coupé. Äußerlich unterscheiden sich die Commodore-Limousinen vom Schwestermodell der Rekord-Baureihe durch den etwas längeren Vorbau, der für den Einbau der Sechszylinderaggregate angepasst werden musste. Der sportliche Commodore rundete die damalige Opel-Produktpalette ab und schließt die Lücke zwischen Rekord und Kapitän/Admiral. Insgesamt wurden vom Commodore A rund 156.500 Fahrzeuge produziert. Das rassige Coupé stand damals für die Eigenschaften Temperament, Prestige, Fahrkultur, Luxus, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit. (dpp-AutoReporter)