Test: Audi A3 Cabriolet – Frischluft - Fans können sich freuen

Picture

Selbst in Zeiten, wo immer mehr Auto-Hersteller ihre offenen Modelle mit einem Metalldach versahen, blieb Audi seiner Philosophie treu, dass zu einem Cabriolet ein klassisches Stoffverdeck gehört. Denn dies sieht in der Regel nicht nur harmonischer aus, sondern schafft auch den Designern mehr Gestaltungsraum und ist zudem platzsparender als die Metalldach-Konstruktionen. Keine Überraschung also, dass die Neuauflage der A3 Cabrios, die im nächsten Frühjahr mit einem Basispreis von 30.500 Euro bei den Audi-Händlern steht, wieder mit einem Stoffverdeck ausgestattet ist.

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der sehr sportiv und gleichzeitig auch elegant wirkende vollwertige Viersitzer deutlich größer geworden - in der Länge von 4,24 auf 4,42 Meter, im Radstand von 2,58 auf 2,60 Meter und in der Breite von 1,77 auf 1,79 Meter. Dennoch wiegt es in der Basisversion gerade mal 1.345 Kilogramm, das sind rund 60 Kilogramm weniger als bisher. Und das macht sich nicht nur bei den nochmals verbesserten Fahrleistungen, sondern natürlich auch beim Verbrauch und den CO2-Emissionen bemerkbar.


Faltverdeck öffnet in 18 Sekunden
Das A3 Cabriolet ist serienmäßig mit einem leichten Stoffverdeck bestückt. Mit dem elektro-hydraulischem Antrieb öffnet oder schließt es sich in 18 Sekunden, auch in Fahrt bis 50 km/h Geschwindigkeit. Im geöffneten Zustand ruht das Verdeck in einer variablen Wanne. Alternativ steht ein Akustikverdeck mit einem dickeren Innenschaum bereit, dass das ohnehin niedrige Geräuschniveau im Innenraum noch weiter senkt.

Das Interieur des offenen Viersitzers wirkt leicht und klar. Die Instrumententafel ist schlank, die Mittelkonsole neigt sich zum Fahrer hin. Die plastisch gestalteten Dekorleisten, die großen, runden Luftausströmer und das elegante Bedienfeld der Klimaanlage bringen die Anmutung der Oberklasse in den Innenraum. Wie bei jedem Audi ist die Bedienung einfach und selbsterklärend, die Verarbeitung nahezu perfekt und die Auswahl der Materialien geschmackssicher.

Fahrer und Beifahrer haben auf bequemem Gestühl jede Menge Platz und durch die Radstands-Verlängerung geht es auch im Fond großzügiger als beim Vorgänger zu. Zugelegt um 65 Liter hat auch das Ladeabteil. Das Ladevolumen beträgt jetzt 320 Liter und lässt sich durch Umklappen der Fondlehnen noch erweitern. Bei geöffnetem Verdeck beträgt sein Volumen immerhin 275 Liter.

Drei Triebwerke stehen zur Wahl
Zum Verkaufsstart stehen zwei TFSI-Motoren und ein TDI-Triebwerk zur Verfügung, die alle die Limits der Euro 6-Norm einhalten. Ihr Hubraum beträgt 1,4, 1,8 und 2,0 Liter, die Leistung reicht von 103 kW/140 PS bis 132 kW/180 PS. Alle drei Aggregate sind neu entwickelt und verbrauchen bei verbesserten Fahrleistungen bis zu 13 Prozent weniger Kraftstoff als die Motoren im Vorgängermodell. Ein Highlight ist die Technologie cylinder on demand (COD) beim 1.4 TFSI, die bei niedriger Last zwei Zylinder stilllegt.

Auf Wunsch ist das System Audi drive select an Bord; bei der Ausstattungslinie Ambition ist es Serie. Mit ihm kann der Fahrer die Arbeitsweise des Motormanagements, der Servolenkung, der S tronic sowie der Klimaanlage in mehreren Modi variieren. Audi drive select bezieht auch mehrere optionale Systeme in seine Arbeit mit ein: die Dämpferregelung Audi magnetic ride, die adaptive cruise control, das adaptive light und die Progressivlenkung, die ihre Übersetzung mit dem Lenkeinschlag verändert. Alles keine Spielerei, die natürlich weniger beim Flanieren als beim flotten Fahren zur Geltung kommt.

Agiles Handling
Bei ersten Testfahrten konnten wir dies mit dem 1.8 TFSI-Motor (132 kW/180 PS) gründlich ausprobieren, wobei wieder einmal auch die Siebengang S tronic mit ihren blitzschnellen, fast unmerklichen Schaltungen beeindruckte. Überzeugend auch die Servolenkung und das Fahrwerk, dass ein sehr agiles Handling ermöglicht.

Auch das Angebot an Assistenzsystemen unterstreicht die Führungsrolle des neuen A3 Cabriolet. Das Fahrerinformationssystem mit Pausenempfehlung ist in den Linien Ambition und Ambiente Serie. Auf Wunsch kommen die adaptive cruise control, der Audi side assist, der Audi active lane assist, die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, der Parkassistent mit selektiver Anzeige und das Sicherheitssystem Audi pre sense dazu.


Unterm Strich - nicht nur Frischluft-Freaks können sich auf das nächste Frühjahr freuen. (dpp-AutoReporter/Hans H. Grassmann)