120 Jahre Kombis von Peugeot

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Kinder, wie die Zeit vergeht: Peugeot 403 Familiale von 1957. Foto: Peugeot/dpp-AutoReporter

Im Jahr 1894 stellt Peugeot mit dem „Typ 10" den ersten Break - so werden Kombis in Frankreich nach den praktischen Jagdwagen „break de chasse" benannt - vor. Das hochbeinige Gefährt erinnert optisch an eine Pferdekutsche, bietet aber einen Wetterschutz, Platz für Gepäck und bequeme Sitze für eine fünfköpfige Familie. Variable Nutzbarkeit überzeugen bei späteren Peugeot-Modellen auch Geschäftsleute und Freizeit-Ausflügler.

Auch bei der Konzeption von Kombis nach heutigem Verständnis gehören die Franzosen zu den Vorreitern. Schon in den 1930er Jahren, als ladefreundliche Autos eigentlich Handwerkern vorbehalten waren, konzipierte Peugeot Kombis für Familie und Freizeit. Den Anfang machte der 201, auf den 1938 der Peugeot 202 Familiale folgte im avantgardistischen Stromliniendesign und mit damals extravaganter zweigeteilter Heckklappe. Zu den großen Kombi-Helden der Nachkriegsära zählt das Modell 403 in Pontonform als Break und Familiale (für Kinderreiche, mit zusätzlichen Sitzplätzen im Heck). Auch der sparsame Dieselantrieb ging bei diesem vom italienischen Stardesigner Pininfarina gestalteten Kombi erstmals als Antriebsalternative in Großserie.

Am anderen Ende des Zeitbogens steht der eben auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Peugeot 308 SW als Kombi-Version des gerade zum „Car of the Year" gekürten Peugeot 308. Neben dem großen Peugeot 508 SW will er die 120-Jährige Tradition fortschreiben. Mit 610 Liter Kofferraumvolumen zählt der 308 SW zu den Klassenbesten und setzt auf der Antriebsseite mit einer nur 85 g CO2 pro Kilometer emittierenden BlueHDi-Version Zeichen. Die Tradition der Innovation geht also weiter - auch wenn die aktuellen Kombimodelle nicht mehr „Break", sondern amerikanisch-konturlos „SW" (für Station Wagon) heißen. (dpp-AutoReporter/wpr)