Kraftstoff-Additive wirksam - aber unnötig

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Kraftstoff-Additive wirksam - aber unnötig. Foto: dpp-AutoReporter

Sprit-Additive sind vorwiegend für Halter von Oldtimern oder Fahrzeugen mit längeren Standzeiten interessant. Das ist das Ergebnis eines Produkttests von Auto Bild. Geprüft wurden sechs Produkte der Hersteller ERC, Liqui Moly, Mathé, Berner, Triboron und Wagner, deren Preise pro Tankfüllung zwischen 1,50 Euro und 13,95 Euro liegen. Auto Bild arbeitete beim Test mit Experten der Prüforganisation Société Générale de Surveillance (SGS) zusammen. Die Prüfer untersuchten Korrosionsschutz und antibakterielle Wirkung sowie den Anteil von wasserbindenden Alkoholen oder Chlor- und Bromverbindungen.

Die Additive konnten in den Tests mehrheitlich überzeugen - sie enthielten keine Verbindungen aus Chlor oder Brom, deren Verbrennung für Halter und Motor schädliche Gase erzeugt und erwiesen sich als sehr wirksam im Falle eines Bakterienbefalls. Zudem bildete sich während der Tests bei keinem der Benzin-Additiv-Gemische Rost - bei einer Probe mit unbehandeltem Benzin allerdings auch nicht. "Die Tests zeigen, dass tankstellenfrischer Sprit in Deutschland sehr gut ist und durch Zusätze kurzfristig nur wenig besser wird", sagt Stefan Heppes, Laborleiter des SGS Fuel Technology Centre in Speyer.

Das Fazit von Auto Bild: Für den gewöhnlichen Autofahrer ist der regelmäßige Einsatz von Sprit-Additiven in Zeiten von Kunststofftanks und europaweit einheitlichen Kraftstoffnormen eher unnötig. Bei längeren Stillstandzeiten wie einer Überwinterung oder für Halter von Oldtimern mit Metalltanks empfiehlt sich deren Einsatz allerdings. (dpp-AutoReporter)