Opel bietet ab 2015 Internetzugang für alle Modelle an

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Opel will ab 2015 alle seine Modelle Internetfähig machen – im Bild IntelliLink im Opel Adam. Foto: Opel/dpp-AutoReporter

Auf dem Genfer Salon verkündete Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, ab 2015 alle Modelle mit einer Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkanbindung zu verbinden. Die Voraussetzungen dafür sind lange gegeben: Seit mittlerweile 18 Jahren läuft bei General Motors das sogenannte „OnStar"-System in den USA und großen Märkten wie China.

GM kann auf die Erfahrungen von inzwischen 6,5 Millionen OnStar-Nutzern zurückgreifen. So nimmt das System monatlich rund 4000 Unfalldaten auf, bei denen die Zentrale nicht nur über die Position des Unfalls, sondern auch über dessen Schwere informiert wird. Insgesamt melden sich jeden Monat 85 000 Nutzer mit einem Problem bei OnStar. Opel hatte sich bereits vor Jahren schon einmal für dieses System entschieden und sich wieder zurückgezogen. Nun aber sei es soweit, mit der neuesten Technologie OnStar 4G/LTE durchzustarten.

Kern des Systems ist auch bei Opel ein Telefonmodem als Verbindung zum Internet. Damit wird das Auto zu einem WLAN-Hotspot. Der Weg ist also frei für die Kommunikationswünsche seines Fahrers, aber auch für Serviceangebote von Opel/GM: zum Beispiel die Notfallhilfe bei Unfall oder Panne, die Fahrzeug-Ferndiagnose, Fahrzeugortung nach einem Diebstahl oder der Zugriff per Fernabfrage/Smartphone nach Fahrzeuginformationen wie Reifenluftdruck, Ölstand usw. per Smartphone-App.

Noch ein anschauliches Praxisbeispiel: Wer den Fahrzeugschlüssel im Auto einschließt, kann sich bei OnStar anrufen und sich identifizieren. Ein Servicemitarbeiter sendet dann ein Signal an das Fahrzeug zum Öffnen der Türen. Über den OnStar-Knopf oder die RemoteLink-App lassen sich zudem Zieladressen umgehend in das On-Board-Navigationssystem einspeisen. Noch ist dies eine Vision der Konnektivität, aber eine „rundum-sorglos-Lösung" ist in Sicht. (dpp-AutoReporter/wpr)