Fahrradunfall: Auch ohne Helm darf Schadenersatz nicht gekürzt werden

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Fahrradunfall: Auch ohne Helm darf Schadenersatz nicht gekürzt werden. Foto: dpp-AutoReporter

Auch wenn ein Fahrradfahrer ohne Fahrradhelm unterwegs ist und von einer anderen Fahrradfahrerin beim Abbiegen "übersehen" wird, darf die "Übeltäterin" den zu zahlenden Schadenersatz nicht mit dem Argument reduzieren (hier wollte sie 20 % weniger leisten), dass "mit Helm" die Verletzungen am Kopf des Unfallopfers weniger schlimm ausgefallen wären.

Das Oberlandesgericht Celle sprach die geforderten Summen komplett zu (hier ging es um 8.000 € Schadenersatz und 12.000 € Schmerzensgeld). Das OLG: "Nur weil jemand in seiner Freizeit das Radfahren als Sport betreibt, kann das also nicht zu seinen Lasten gehen". Allein die "tendenzielle Schutzwirkung des Fahrradhelmes" begründe keine allgemeine Helmtragepflicht. (OLG Celle, 14 U 113/13) Wolfgang Büser/dpp-AutoReporter