Delphi: Augen für sicherere Autos

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Delphi entwickelt ein kostengünstiges 76-GHz-Mittelstreckenradar (MRR), das selbsttägiges Bremsen in der City mit dem Komfort eines adaptiven Tempomaten in dichtem Verkehr unterstützt. Foto: Delphi/dpp-AutoReporter

Der Wuppertaler Automobilzulieferer Delphi stellt fünf neue Lösungen für moderne Fahrerassistenzsysteme vor, die die Sicherheit beim Autofahren erhöhen können - gerade vor dem Hintergrund anspruchsvoller NCAP-5-Sterne-Sicherheitstests. Die Entwicklungsingenieure in den deutschen Entwicklungszentren in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Bayern haben zu den Fortschritten in Radar- und Kameratechnik erheblich beigetragen. Fünf Beispiele: Das Produkt „RaCAM" bringt Radartechnik, Kamera und Signaldatenverarbeitung kompakt in einem Modul zusammen und lässt sich im Innenrückspiegel verbauen. Es ist Teil eines komplexen Systems, das unterschiedliche aktive Sicherheitsfunktionen vereint: adaptiver Tempomat, Spurverlassenswarner, Auffahrwarnung, Vermeidung von Unfällen bei geringen Geschwindigkeiten und autonomes Bremsen für Fußgänger und Fahrzeuge.

Das Nahbereichs-Radar (SRR3) ist ein optimierter 76-GHz-Radarsensor für die Blickrichtungen seitlich und nach hinten. Es ermöglicht verschiedene Assistenzfunktionen, wie das Erfassen des toten Winkels, unterstützt beim Spurwechsel, ermöglicht Warnung vor Querverkehr und die Vermeidung von Querverkehrs-Kollisionen. SRR3 geht 2015 in Produktion. Noch in der Entwicklung befindet sich ein kostengünstiges 76-GHz-Mittelstreckenradar (MRR) für die Anwendung im Einstiegs- und mittleren Fahrzeugsegment. Es soll einmal zur Sicherheit das selbsttägige Bremsen in City und Kurzstreckenverkehr und auch den Komfort eines adaptiven Tempomaten in dichtem Verkehr unterstützen.

Für 2016 plant Delphi sein „Intelligent Forward View" (IFV), also ein Voraussicht-Erfassungssystem. Es erfasst Hindernisse sehr früh und ist speziell für die Anforderungen der EuroNCAP-5-Tests ausgelegt, die die Fußgängersicherheit besonders berücksichtigen. Es führt Sensordaten zusammen, und mit der sogenannten Safety-Assist-Box erkennt es auch Verkehrszeichen. Das aktuelle IFV-Produkt ist für Assistenzsysteme ausgelegt wie die Spurverlassenswarnung und das dynamisches Bremsen. Das Langstrecken-Radar (LRR - Electronically Scanning Radar) schließlich erkennt ruhende und bewegliche Objekte, vereinfacht so das Fahren im Stadtverkehr und auf dicht befahrenen Straßen.

Insgesamt wird also die Leistungsfähigkeit der Fahrerassistenzsysteme entscheidend mitbestimmt durch die Qualität der Sensoren, die das Umfeld nach Hindernissen abscannen. Die Kamera- und Radartechnik ist immer leistungsfähiger geworden, die Auswertungselektronik und Softwarelösungen wurden laufend verbessert. (dpp-AutoReporter/wpr)