NSA lässt Grüßen: BMW ruft Fahrzeugdaten heimlich ab

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Nach Jahren der elektronischen Aufrüstung sammeln und übertragen neue Autos Datenmengen, die denen von Smartphones kaum noch nachstehen. Das berichtet AUTO BILD neuesten Ausgabe. Autohersteller nutzen Datenschnittstellen in Fahrzeugen mit Internetzugang, um sich über Zustand und Nutzung des Fahrzeugs zu informieren. So geschehen bei BMW: AUTO BILD berichtet über BMW-Besitzer, deren Fahrzeuge über den bordeigenen Internetzugang des Navigationssystems "Professional" eine Verbindung zum Hersteller aufbauen. Offenbar lässt sich diese Verbindung nicht kappen.

Was von Herstellerseite als Service angedacht ist, entpuppt sich so als Datenschutzproblem. Denn Autobesitzer wissen nicht, welche Daten das eigene Fahrzeug aus den zahlreichen Steuergeräten an Bord sammelt und an den Hersteller weiterleitet. Belegt sind Fälle, bei denen Werkstätten die Kilometerlaufleistungen von Kundenfahrzeugen vom Hersteller erhielten, um Kunden wegen eines Servicetermins zu kontaktieren.

Datenschützer ringen derzeit mit dem Thema. Viele Daten seien rein technisch, schränkt der Präsident des Bayerischen Datenschutzamtes, Thomas Kranig, ein. "Wir sehen aber, dass die Technik voranschreitet. Vieles, was neue Assistenzsysteme erfassen, hat mit dem Fahrer zu tun und bietet die Möglichkeit, ein Profil zu erstellen." (dpp-AutoReporter)