Teure Mercedes- Reparaturen: Fahrt aufs Land lohnt sich

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Für Autofahrer lohnt es sich, für Wartungen und Reparaturen zu Werkstätten aufs Land zu fahren. Das ist das Ergebnis eines Tests von AUTO BILD, bei dem Preise für zehn verschiedene Reparaturen von zehn Mercedes-Vertragswerkstätten und einer freien Werkstatt verglichen wurden. Ergebnis: Das Sparpotenzial ist enorm. Bei arbeitsintensiven Reparaturen kann der Autofahrer mehrere Hundert Euro sparen, wenn er auf die Werkstatt vom Land vertraut. So kostet beispielsweise die Erneuerung der Zylinderkopfdichtung bei einem sechs Jahre alten Mercedes C 180 Kompressor in der Mercedes-Niederlassung München rund 2.100 Euro. Beim freien Mercedes-Spezialisten aus Ziegenhain (Hessen) schlagen hingegen nur 950 Euro zu Buche. Auch bei der günstigsten Mercedes-Vertragswerkstatt (Bad Hersfeld/Hessen) spart der Kunde noch satt: Dort kostet die Reparatur knapp 1.150 Euro.

Während die Preise für die Ersatzteile überall gleich sind, machen vor allem die unterschiedlichen Löhne den Unterschied: So verlangt der freie Meister auf dem Land für Reparaturen 65 Euro pro Stunde. Niederlassungen in der Metropole haben hingegen einen Stundenlohn von bis zu 151 Euro. Auch Markenhändler auf dem Land bieten viele Arbeiten dank niedrigerer Löhne günstiger an als die teuren Niederlassungen. Im Test verlangte die preiswerteste Markenwerkstatt 87 Euro pro Reparaturstunde. Eine weitere Erkenntnis aus dem Test: Niederlassungen kassierten in der AUTO BILD-Stichprobe immer mehr als inhabergeführte Markenwerkstätten. (dpp-AutoReporter)