Dreimal die "Doppel-100" übersehen muss nicht vorsätzlich geschehen sein

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Dreimal die "Doppel-100" übersehen muss nicht vorsätzlich geschehen sein. Foto: dpp-AutoReporter

Vor dem Oberlandesgericht Celle war der Fall eines Autofahrers zu entscheiden, der auf einer Autobahn drei Schilderpaare nicht beachtet hatte, die ihn dazu anhalten sollten, nicht schneller als 100 km/h zu fahren. Er war aber durchgehend mit 126 km/h unterwegs. Ein Amtsrichter verurteilte ihn wegen vorsätzlicher Nichtbeachtung der Geschwindigkeitsbegrenzung zu einem Bußgeld von 160 Euro.

Das Celler Oberlandesgericht setzte das Maß auf die Regelbuße von 80 Euro herab, weil dem Mann kein Vorsatz nachgewiesen werden könne. Ihm sei zum Beispiel bei dieser relativ geringen Geschwindigkeitsüberschreitung nicht vorzuwerfen gewesen, anhand der Fahrgeräusche seines Wagens erkannt haben zu müssen, dass er zu schnell unterwegs gewesen sei. (OLG Celle, 322 SsRs 280/13) (dpp-AutoReporter)