Wer freiwillig einen doppelt so weiten Weg wählt, tut das auf eigenes Risiko

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Wer freiwillig einen doppelt so weiten Weg wählt, tut das auf eigenes Risiko. Foto: GDV/ dpp

Fährt ein Arbeitnehmer für seinen Weg von der Arbeitsstelle nach Hause auf seinem Fahrrad einen mehr als doppelt so weiten Weg wie es möglich wäre, so ist er auf dieser Fahrt nicht gesetzlich unfallversichert. Hier betrug die kürzere Strecke über die mit einem Radweg versehene Bundesstraße 21 km, die Land- und Feldstraßen, die der Radler benutzte, 44 km. Diese längere Strecke war "ebener" als die über die Bundesstraße, die auf dem Heimweg unangenehme Steigungen aufwies. Das Landessozialgericht befand, dass sich der Mann im Zeitpunkt seines Zusammenpralls mit einem Pkw nicht mehr auf den "direkten Weg nach Hause" befunden habe. (LSG Baden-Württemberg, L 2 U 3378/11) (Wolfgang Büser/ dpp)