Benzinpreise 2013: Auf und Ab in neuer Rekordgeschwindigkeit

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ARAL Netto-Preistafel ohne Steuer. Foto: ARAL/ dpp-AutoReporter

Das tägliche Auf und Ab der Kraftstoffpreise im deutschen Tankstellenmarkt vollzog sich im Jahresverlauf in einer neuen Rekordgeschwindigkeit. Tägliche Preissenkungen an bisher 361 Tagen - von durchschnittlich rund 8 Cent (2012:4,3 Cent) pro Tag - erforderten an jedem dieser Tage eine Anhebung in gleicher Höhe.

Vor zehn Jahren gab es in der gesamten Branche lediglich 80 Tage mit Erhöhungen. Ohne die Erhöhungen hätte das Tankstellengeschäft nicht wirtschaftlich betrieben werden können.

Der monatliche Durchschnittspreis für einen Liter Superbenzin E5 erreichte im August mit 162,7 Cent je Liter den Jahreshöchststand. Im Dezember lag der Preis bei 154,1 Cent und erreichte damit den Jahrestiefststand. Der durchschnittliche Dieselpreis verzeichnete im Februar mit 145,8 Cent das höchste und im November mit 141,0 Cent je Liter das niedrigste Niveau des Jahres.

Im Dezember kostete Diesel im Monatsdurchschnitt 141,1 Cent. Ohne Steuern sind Kraftstoffe in Deutschland aber nach wie vor preisgünstig. Autofahrer hätten im Jahresmittel je nach Kraftstoffsorte nur 64 bis 73 Cent pro Liter bezahlen müssen. Damit liegen die Kraftstoffpreise in Deutschland im Jahresschnitt 5 bis 6 Cent je Liter unter dem Vorjahresniveau und gleichzeitig im Mittelfeld der 27 EU-Länder. Die Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise verlief nahezu analog zu den weltweiten Rohölpreisen und den Einkaufspreisen für fertige Produkte in Rotterdam:
Der monatliche Durchschnittspreis für ein Barrel Rohöl (rund 159 Liter) startete im Januar mit 112,4 US-Dollar. Im Februar verzeichnete er mit 116,5 US-Dollar den höchsten und im April mit102,7 US-Dollar den tiefsten Stand des ahres. Im Dezember lag er bei 110,7 US-Dollar.

Im Jahresdurchschnitt kostete ein Barrel Öl rund 108,7 US-Dollar und lag damit rund drei US-Dollar unter dem Vorjahr. In Euro gerechnet verbilligte sich der Rohölpreis jedoch um rund 5 Euro auf 82 Euro je Barrel. Ausschlaggebend dafür war der im Vergleich zum Vorjahr stärkere Eurowechselkurs gegenüber dem US-Dollar. (dpp-AutoReporter)