Volkswagen AG: Jörg Hofmann und Johan Järvklo neu im Aufsichtsrat

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Der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann ist nun auch Mitglied des Aufsichtsrats der Volkswagen AG. Foto: IGM/dpp-AutoReporter

Auf Antrag des Vorstands der Volkswagen AG sind der Oppelsbohmer Jörg Hofmann (60), Erster Vorsitzender der IG Metall, und Johan Järvklo (42), Vorsitzender der schwedischen IF Metall (Industrifacket Metall) bei Scania, vom zuständigen Amtsgericht Braunschweig zu Mitgliedern des Aufsichtsrats der Volkswagen AG bestellt worden - Hofmann mit Wirkung zum 20. November, Järvklo mit Wirkung zum 22. November 2015. Die Bestellung erfolgte gemäß § 104 Aktiengesetz. Anlass war die kürzlich erfolgte fristgerechte Niederlegung der Aufsichtsratsmandate von Berthold Huber (65) und Hartmut Meine (63).

Dr. Wolfgang Porsche, Präsidiumsmitglied und Vertreter der Eigentümer-Familien im Aufsichtsrat, betonte: „Berthold Huber hat als Vorsitzender der IG Metall maßgeblich an innovativen und flexiblen Tarifabschlüssen mitgewirkt, die Industriearbeitsplätze in Deutschland sicherten, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu gefährden. Er war ein konsequenter Verhandlungspartner, stets kompromissbereit, frei von Ideologie und deshalb von allen respektiert. Mehr als einmal hat er in kritischen Situationen Mut bewiesen und persönlich Verantwortung übernommen. Als Vertreter der Anteilseigner danke ich ihm dafür ganz besonders. Für mich war er stets eine moralische Instanz."

Bernd Osterloh, Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG, sagte: „Berthold Huber hat einen wichtigen Beitrag für Volkswagen und unsere Kolleginnen und Kollegen geleistet. Dafür danke ich ihm herzlich. Ihm folgt Jörg Hofmann, der neue Erste Vorsitzende der IG Metall, den wir für Europas größten Automobilhersteller gewinnen konnten. Mit der Bestellung von Johan Järvklo aus Schweden setzen wir ein bewusstes Zeichen, dass wir auf der Arbeitnehmerseite Wert darauf legen, dass auch unsere Kollegen von den internationalen Standorten im obersten Kontrollgremium die Möglichkeit der Mitwirkung haben." (dpp-AutoReporter/wpr)