Erfolgreiches Minibus-Konzept: Neue Mercedes-Benz Sprinter City 77 für VGB

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Mercedes-Verkaufsleiter Jürgen Popis (li.) übergibt zwei Sprinter City 77 an VGB-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig. Foto: Daimler/dpp-AutoReporter

Und es kommt doch auf die Größe an: Längst bilden Minibusse die ideale Ergänzung für viele Verkehrsbetriebe. Wo der Unterhalt großer Busse wirtschaftlich gegen einen Linienbetrieb spricht, können Minibusse Linien meist lukrativ bedienen. Optimale Größe = wirtschaftlicher Betrieb: Das hat auch das überarbeitete Linienkonzept der Verkehrsgesellschaft Belzig mbh (VGB) für die brandenburgische Kur- und Kreisstadt bewiesen. Jetzt wurden erneut zwei Sprinter City 77 in den Dienst gestellt. Jürgen Popis, Leiter Verkauf Mercedes-Benz Omnibusse Region Ost, übergab die Fahrzeuge auf dem Betriebshof der VGB in Bad Belzig an den VGB-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig.

Seit Dezember 2012 ist der niederflurige Mercedes-Benz-Minibus Erfolgsgarant der VGB-Linie 590. Seinerzeit machte ein Fahrplanwechsel Umstrukturierungen und ein Umdenken - weg von altbewährten ÖPNV-Modellen - notwendig. Mit herkömmlichen 12-Meter-Bussen konnte die Linie weder wirtschaftlich noch fahrgastfreundlich aufrechterhalten werden. Der Betrieb entwickelte ein neues Fahrplankonzept, dessen Stützen zwei Sprinter City 77 bilden sollten: die Linie 590. Die neu eingerichtete ‚Sprinter-Linie‘ hatte Erfolg. Binnen zwei Jahren stiegen die Fahrgastzahlen um rund 34 Prozent, die Einnahmesituation verbesserte sich um 25 Prozent und man verbesserte zudem noch den Service. In Anbetracht der Auslastung konnte die VGB die Taktzeiten auf der Linie halbieren.

Als exklusive Eigenentwicklung der Mercedes-Benz Minibussparte erweitert der dreiachsige Sprinter City 77 klar den gestalterischen Spielraum der Verkehrsbetriebe. Er kann - wie bei der VGB - ganze Linien bedienen, aber auch zur Spitzenlastabdeckung nur bedarfsweise Einsatz finden. Denn dank seines Gesamtgewichts von 6,8 Tonnen können bis zu 40 Fahrgäste befördert werden. Für die großen Linieneinsätze ist der Sprinter City 77 gut gerüstet: Zwei doppelflügelige Außenschwingtüren sichern den schnellen Fahrgastfluss, das Kneeling und die mechanische Klapprampe an Tür 1 sowie der durchgängig stufenlose Niederflurboden im Fahrgastraum erleichtern in ihrer Mobilität eingeschränkten Fahrgästen das Einsteigen, und selbst für einen Rollstuhlplatz und zwei Rollator-Halterungen im Stehperron vorne und hinten bietet der Minibus ausreichend Platz. Die Sprinter City 77 sind mit Euro VI-Motoren und - einmalig für das Minibussegment - Sieben-Gang-Automatikgetrieben ausgestattet. Zu den passiven Sicherheitseinrichtungen zählen unter anderen die automatische Haltestellenbremse mit Wegfahrsperre, der Anfahrassistent, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht und das adaptive Bremslicht. Die Komfortansprüche der Fahrgäste bleiben nicht unerfüllt: Ob vollwertige Omnibusbestuhlung mit Sitz- und Rückenpolstern oder leistungsfähige 11-kW-Fahrgastraumklimaanlage - der Minibus ist ein echter Linienbus mit großer Ausstattung. (dpp-AutoReporter/wpr)