40 Flüchtlinge beginnen Brückenpraktikum bei Daimler

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40 Flüchtlinge beginnen ein qualifizierendes Brückenpraktikum bei Daimler. Foto: Daimler/dpp-AutoReporter

Bei Daimler haben 40 Flüchtlinge und Asylbewerber ein 14-wöchiges Brückenpraktikum begonnen. Sie stammen aus Afghanistan, Eritrea, Gambia, Nigeria, Pakistan sowie Syrien und sind zwischen 20 und 51 Jahre alt. Daimler arbeitet bei dem Programm mit der Bundesagentur für Arbeit und Jobcentern zusammen. Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor, IT & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG sagt: „Wir sehen Zuwanderung als Chance. Dazu muss die Integration der Flüchtlinge gelingen. Zu dieser politischen und gesellschaftlichen Aufgabe tragen wir mit dem Brückenpraktikum bei, um den Menschen einen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ebnen."

Die Teilnehmer am Brückenpraktikum starten täglich mit den Kollegen der Untertürkheimer Frühschicht um 6.00 Uhr. Die Arbeitszeit im praktischen Teil beträgt dreieinhalb Stunden pro Werktag. Dabei sollen in der Achsfertigung und der Logistik erste Grundfertigkeiten für die Arbeit in der Industrieproduktion vermittelt werden. Dabei wird unter anderem gelernt, wie Maschinen bestückt oder Bauteile sortiert und bereitgestellt werden. Die Teilnehmer erhalten zudem Einblicke, wie Daimler-Mitarbeiter Roboter-Schweißmaschinen bedienen oder andere Maschinen warten. In jeweils weiteren dreieinhalb Stunden täglich lernen die Flüchtlinge in Kleingruppen von je zehn Personen Deutsch und werden beispielsweise bei Bewerbungsschreiben unterstützt.

Die Teilnehmer wurden von der Bundesagentur für Arbeit und den zuständigen Jobcentern Stuttgart und Esslingen ausgewählt. Sie stehen nicht in Konkurrenz zur Stammbelegschaft oder zu Zeitarbeitskräften. Erfolgreiche Teilnehmer können an andere Unternehmen, Zeitarbeitsfirmen oder in eine Berufsausbildung weitervermittelt werden.

Daimler ist seit längerem in der Flüchtlingshilfe aktiv. Seit 2013 hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit ‚Luftfahrt ohne Grenzen e.V.‘ bislang drei Hilfskonvois für syrische Flüchtlingslager in die Türkei geschickt. Das Unternehmen fördert unter anderem Integrationsprojekte in Stuttgart und Sindelfingen, spendete zur Unterstützung von Flüchtlingskindern eine Million Euro an ‚Ein Herz für Kinder‘ und gemeinsam mit dem Mitarbeitern mehr als 600.000 Euro an die Flüchtlingsnothilfe des Deutschen Roten Kreuz. Die Bandbreite weiterer Hilfen reicht von der Finanzierung von Deutschkursen bis zum Angebot von Lebensmittelspenden aus Daimler-Kantinen. Zudem stellt das Unternehmen eine ‚Helferflotte‘ aus Mercedes-Benz Fahrzeugen für Hilfsorganisationen zur Verfügung. Daimler prüft außerdem die medizinische Versorgung der Menschen in Flüchtlingsunterkünften durch Werksärzte. (dpp-AutoReporter/wpr)