Tokyo 2015: Advanced Urban Vehicle für die Mobilität der Zukunft

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Tokyo 2015: Advanced Urban Vehicle für die Mobilität der Zukunft. Foto: ZF/dpp-AutoReporter

Auf der Tokyo Motor Show präsentiert sich die ZF Friedrichshafen AG Ende Oktober als Impulsgeber für die automobile Mobilität der Zukunft. Im Mittelpunkt steht dabei das Advanced Urban Vehicle. Das rein elektrisch angetriebene, teilautomatisiert fahrende und in die Cloud vernetzte Stadtmobil demonstriert einerseits die ZF-Kompetenzen eindrücklich. Andererseits bietet es gerade für die vielen Großstädte Japans eine Lösung für die Herausforderungen des stadtnahen Verkehrs. An diesem Technologieträger wird zudem deutlich, wie aus der Integration von ZF TRW künftig komplette Systeme mit hohem Kundennutzen hervorgehen können. Seine Aktivitäten in der Elektromobilität bündelt der Technologiekonzern von Jahresbeginn 2016 an in Deutschland am Standort Schweinfurt in einer neuen Division E-Mobility.

Mit zehn Millionen produzierter Fahrzeuge im Jahr 2014 gilt die japanische Automobilindustrie als eine der wichtigsten im globalen Maßstab. Hinzu kommt die Tatsache, dass japanische Automobilhersteller wie Toyota, Honda und Nissan bedeutende Produktionskapazitäten im Ausland - darunter Europa und die USA - unterhalten. Einige dieser „Transplants" stehen seit Jahren auch auf der Kundenliste der ZF Friedrichshafen AG. Jetzt präsentiert sich ZF mit seinem erweiterten Produktspektrum und erstmals seit der TRW-Übernahme auf der Tokyo Motor Show. Im Mittelpunkt steht dabei das Advanced Urban Vehicle. „Mit diesem Konzeptfahrzeug verdeutlichen wir, wie sich die Innovationskraft von ZF an den automobilen Megatrends Effizienz, Sicherheit und automatisiertes Fahren ausrichtet", sagt Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender von ZF. „Gleichzeitig zeigt das Advanced Urban Vehicle eindrücklich, wie das Produktspektrum von ZF TRW hervorragend und synergetisch das angestammte Produktportfolio des Konzerns ergänzt."


Mit dem Advanced Urban Vehicle präsentiert ZF eine exemplarische Lösung für das Klein- und Kompaktsegment im urbanen Individualverkehr. Charakteristika des Technologieträgers sind der radnahe, rein elektrische Hinterachsantrieb eTB (electric Twist Beam) und eine innovative Vorderachse mit einem Einschlagwinkel von bis zu 75 Grad. Dank des veränderten Radeinschlags in Kombination mit Torque Vectoring an der Hinterachse verringert sich der Wendekreisdurchmesser des Advanced Urban Vehicle auf weniger als 6,50 Meter. Ein U-Turn, also ein Wendemanöver von 180 Grad, auf einer gängigen zweispurigen Straße ist damit problemlos möglich. Des Weiteren zeichnen zwei Fahrerassistenzfunktionen den Technologieträger aus: Smart Parking Assist manövriert das Fahrzeug in nahezu jede noch so kleine Lücke - auch per Knopfdruck ferngesteuert über Mobile Devices wie Smartphone oder Smart Watch.

Die cloudbasierte Assistenzfunktion PreVision Cloud Assist reguliert bei Bedarf rechtzeitig vor Kurveneinfahrt das Antriebsmoment nach unten und drosselt so ohne mechanischen Bremsvorgang die Geschwindigkeit. Auch über Berührungserkennung und Display am Lenkrad steht der Fahrer im direkten Kontakt zum Advanced Urban Vehicle. Mit knapp 13 Millionen Einwohnern gilt Tokio noch immer als eine der größten Megacities der Welt. Gerade hier könnte das lokal emissionsfreie, rein elektrische Stadtmobil Advanced Urban Vehicle seine Stärken ideal ausspielen. (dpp-AutoReporter)