Mehr Tempo 30-Zonen vor Schulen

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Mehr Tempo 30-Zonen vor Schulen. Foto. dpp-AutoReporter

Die Deutsche Verkehrswacht begrüßt den Beschluss der Verkehrsministerkonferenz (VMK) vom heutigen Tag, in dem diese den Bund zu Anpassungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Bereich innerörtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen auffordert.

Die DVW setzt sich schon seit langem für mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen und -überprüfungen an Straßenabschnitten ein, die besonders häufig von sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmern genutzt werden. Hierzu gehören Kindertageseinrichtungen und Schulen, da Kinder entwicklungsbedingt die Gefahren des Straßenverkehrs noch nicht verstehen.

Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht und Bundesminister a.D.: „Kindern gebührt eine Schutzzone gerade an den Orten, die sie regelmäßig besuchen. Daher würde die DVW eine obligatorische Einrichtung von Tempo 30-Zonen vor Schulen und Kindertagesstätten sehr begrüßen."

Die Verkehrsminister der Länder sehen Regelungsbedarf und die Umkehrung des Regel-Ausnahmeverhältnisses insbesondere vor allgemeinbildenden Schulen und sozialen Einrichtungen, beispielsweise Kindertagesstätten, aber auch Seniorenheimen und Krankenhäusern. Dort ist nach VMK-Ansicht grundsätzlich und nicht nur in Ausnahmefällen eine besondere Gefahrenlage gegeben, weshalb sie sich für eine Anordnungserleichterung von Tempo 30-Zonen an sensiblen Streckenabschnitten ausspricht.

Die DVW verspricht sich von einer Änderung der Anordnungsvoraussetzung für Tempo 30-Zonen mehr Verkehrssicherheit für die Verkehrsteilnehmergruppen, die aufgrund ihres Alters oder körperlicher und mentaler Einschränkungen mehr Schutz benötigen.

Prof. Kurt Bodewig stellte auf der VMK in seiner Funktion als Vorsitzender der Kommission „Bau und Unterhalt des Verkehrsnetzes" der Länder den Zwischenbericht mit der umfassenden Analysen des Zustandes und ersten Lösungsansätze vor. (dpp-AutoReporter)