Urlaubs-Kostenfalle Handy-Navigation

10. Jul 2010 - Auto-Reporter.NET

So trendy Navigations-Apps für Smartphones auch sein mögen - sie können ganz schön ins Geld gehen. Das normale Navi erledigt die Arbeit auch. Und preiswerter. Foto: Garmin/auto-reporter.net
 

Natürlich ist es bequem, mit Navigations-Apps fürs Smartphone auf der Urlaubsreise zu navigieren. Was viele, die diesen so bequemen Weg gehen, allerdings unterschätzen, ist, wie viel Geld sie für diese Bequemlichkeit möglicherweise ausgeben müssen. Denn Lösungen, die zum Beispiel wie Google Maps Navigation dauernden Zugriff auf Online-Informationen erfordern, entpuppen sich dann, wenn man im Ausland unterwegs ist, schnell als enorme Roaming-Kostenfallen.

Die Probe aufs Exempel machte jüngst der Navigationsgeräte-Hersteller Garmin. Dabei fielen für 300 Kilometer Fahrt zwischen Paris und Calais rund 45 Euro Roaming-Kosten an. Der dabei genutzte Tarif war ein britischer Prepaid-Tarif mit 3,60 Euro pro Megabyte und damit vergleichbar mit diversen Standard-Roamimngtarifen deutscher Provider. Und selbst angesichts vieler erheblich günstigerer Spezial-Pakete für den Urlaub lohnt es, vor dem Griff zum Smartphone zum Navigieren eine ehrliche Überschlagsrechnung zu machen, damit man weiß, welche Datenmengen dabei übertragen werden. So rechnet man bei Google damit, dass für eine 20-Kilometer-Fahrt inklusive aller aktuellen Karten- und Verkehrsdaten rund 200 Kilobyte anfallen.

Aber auch die bei solchen Datenmengen anfallenden „nur“ zehn Kilobyte pro Kilometer „läppern“ sich schneller, als man das erwartet. Und so kann es schnell passieren, dass man ganz plötzlich die seit dem 1. Juli neu gesetzte Grenze von 59,50 Euro für die Roaming-Kosten in der EU erreicht hat, bei denen die neue Deckelung aktiv wird, die den Datenfluss reduziert oder das System abschaltet.

Kurzum, so verlockend das Smartphone für die Navigation auch ist – wer sich bis auf Ausnahmen auf sein normales Navigationssystem verlässt, kommt in aller Regel ebenso sicher und erheblich billiger ans Ziel. Voraussetzung ist natürlich, dass man auch die aktuellsten Karten geladen hat. Apropos Karten. Auch die sollte man für den Fall des Falles auch heute noch stets an Bord haben. Denn wenn es Probleme mit der Navi-Technik gibt, dann ist man damit auf jeden Fall in der Lage, sich selbst in völlig unbekannten Gegenden zu orientieren. (auto-reporter.net/Ingo von Dahlern)

 
 
 

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