VW: Noch keine Entscheidung über Umbesetzung im Aufsichtsrat
10. Oct 2005 - Auto-Reporter.Net
Im Ringen um eine mögliche Umbesetzung des Aufsichtsrates der Volkswagen AG nach der Beteiligung von Porsche ist noch keine Entscheidung gefallen. Wie ein Sprecher des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) heute nach der Sitzung des Aufsichtsrates bestätigte, habe es keine Personalentscheidungen gegeben. Wie es weiter hieß, wollen Porsche und Volkswagen einen Vertrag über ihr künftiges Verhältnis abschließen. Wulff ist Mitglied in dem Gremium, weil das Land Niedersachsen bisher größter Aktionär bei VW war. Porsche hatte zuvor angekündigt, künftig noch stärker mit Volkswagen zu kooperieren. Außerdem erwarten die Stuttgarter künftig eine höhere Rendite im zweistelligen Bereich. Porsche hält inzwischen 18,5 Prozent der VW-Papiere und ist damit größter Anteilseigner. Eine Umbesetzung des Aufsichtsrates geisterte in den vergangenen Tagen durch die Medienlandschaft, weil VW-Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piech mit seiner Familie auch an Porsche beteiligt ist und dort im Aufsichtsrat über Stimmrechte verfügt. Diese Doppelfunktion bedeute einen Interessenkonflikt, hatte Wulff wiederholt durchblicken lassen. Ein Sturz Piechs gilt jedoch als unwahrscheinlich, weil die Arbeitnehmerseite den Vorstand stützt. Wie viele Posten im VW-Aufsichtsrat Porsche letztendlich anstrebt, ist immer noch unklar. Bisher war von mindestens zwei Vertretern die Rede. (ar/sb)









