Porsche: Geplanter Kauf von VW-Aktien führt zu Kursschwankungen
26. Sep 2005 - Auto-Reporter.Net
Die Aktionäre von Porsche und Volkswagen bewerten den von Porsche geplanten Kauf von VW-Aktien unterschiedlich: Im frühen Handel fielen die Porsche-Aktien an der Frankfurter Börse um 9,57 Prozent auf 613,00 Euro, während die VW-Aktie um 1,33 Prozent auf 52,20 Euro zulegen konnte. Die geplante 20-Prozent-Beteiligung von Porsche an Volkswagen wird auch von den Analysten der Dresdner Bank kritisch gesehen: Sie stuften das Porsche-Papier von "halten" auf "verkaufen" zurück. Als Hauptgrund der Beteiligungspläne, die Porsche rund drei Milliarden Euro kosten würde, wird in Wirtschaftskreisen der Schutz von Volkswagen vor einer feindlichen Übernahme gesehen, die die langfristige Zusammenarbeit beider Unternehmen gefährden könnte. Volkswagen arbeitet mit Porsche bereits seit geraumer Zeit zusammen, etwa beim Bau der Geländewagen Touareg und Cayenne. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt wurde zudem eine Technologie-Kooperation beider Partner im Bereich Hybridantrieb bekannt gegeben. Der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen-Konzerns, Dr. Bernd Pischetsrieder, begrüßte deshalb in einer Stellungnahme das als strategisch bezeichnete Interesse der Porsche AG, sich am Unternehmen zu beteiligen. Eine stabile Aktionärsstruktur sei für das langfristig angelegte Automobilgeschäft sehr wichtig, betonte der VW-Chef. (ar/slp)









